Perspektiven für Jugendliche im Süden Äthiopiens

(abgeschlossenes Projekt)

Durch Bildung sollen die Bewohner des überwiegend ländlich geprägten Südens die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben bekommen.

Äthiopien ist nach Lesotho das höchstgelegene Land des afrikanischen Kontinents: rund die Hälfte der Landesfläche liegt höher als 1.200 Meter, über ein Viertel über 1.800 Meter und mehr als 5% sogar höher als 3.500 Meter. Der Süden Äthiopiens ist die am stärksten ländlich geprägte Region des Landes. Die halb-sesshaften Hirten im Süden des Landes nutzen dabei die gebirgige Landschaft und die auf verschiedenen Höhenstufen gelegenen Weidegebiete im Zuge eines klimabedingten saisonalen Wechsels.

Bedingt durch immer häufiger auftretenden Dürreperioden und durch die Verpachtung immer weiterer Teile der Weidegebiete an Agrargroßkonzerne, ist die traditionelle Lebensweise der Hirten und selbstversorgenden Bauernfamilien stark gefährdet. Die Bedrohung ihrer Existenzsicherung drängt immer mehr Kleinbauernfamilien in eine von Armut geprägte perspektivlose Zukunft in den nächstgelegenen Städten.

Das Hilfswerk Sonne International wurde auf die Hilfsbedürftigkeit dieser Bauernfamilien aufmerksam und macht es sich im Zuge dieses Projekt und mit der Unterstützung der lokalen Organisation SOHA zum Ziel, ein flächendeckenden Bildungsangebot für die Bewohner des südlichen Omo-Tieflands zu schaffen.

Im Bezirk Jirka soll auf dem Gelände des verfallenen Schülerheims ein Trinkwasserbrunnen erbaut werden, der als essenzielle Grundlage für die Gesundheit der Kinder dienen wird. Weiters soll das desolate Schülerheim renoviert und Sanitäreinrichtungen für Jungen und Mädchen erbaut werden. Das Schülerheim soll schließlich 120 Jugendliche beherbergen und den Buben und Mädchen somit eine fundierte Schulausbildung und bessere Zukunftschancen gewähren. Begabte Jugendliche erhalten überdies die Chance auf den Zugang zu einer weiterführenden Schule.

Die Nachhaltigkeit des Projekts wird durch einkommensschaffende Aktivitäten garantiert, durch die das Schülerheim langfristig gesehen - durch ein Kaffeehaus, einen Friseur und ein kleines Geschäft - die laufenden Kosten selbst decken kann.
01.10.2014