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Zukunft für Tshumbe

Der Tiroler Verein engagiert sich für ein Dorf im Herzen der Demokratischen Republik Kongo.
© Walter Grösel
© Walter Grösel
Vom Kindheitstraum zur Verwirklichung: die gebürtige Tirolerin Manuela Erber-Telemaque hatte schon im Alter von sechs Jahren den Wunsch einen Kindergarten in Afrika zu errichten und sich dort um Mädchen und Jungen zu kümmern. 2012 setzte sie den ersten Meilenstein und gründete den Verein Zukunft für Tshumbe.

Das Dorf Tshumbe liegt inmitten des Dschungels der D.R. Kongo, etwa 1500 km Luftlinie von der Hauptstadt Kinshasa entfernt und ist aufgrund fehlender Infrastruktur sehr schwer erreichbar. In den letzten acht Jahren schaffte es die ausgebildete Kindergärtnerin, von Einheimischen als "Waale Waana" (Mutter aller Kinder) bezeichnet, ein großes Entwicklungszentrum zu errichten. Neben dem Startprojekt Kindergarten befinden sich im Zentrum auch eine Grundschule, eine Krankenstation, ein Garten für das Landwirtschafts- und Ernährungsprogramm, eine Nähwerkstätte und eine Tischlerei bzw. Zimmerei. Zusätzlich zu der Hilfe vor Ort unterstützt Zukunft für Tshumbe einen angehenden Arzt bei der Finanzierung seiner Ausbildung in der Landeshauptstadt, welcher nach Absolvierung des Studiums in dem Entwicklungszentrum tätig sein wird.

Nachhaltige Entwicklungshilfe

Ziel der Maßnahmen ist ein positiver Einfluss auf das ganze Dorf, so der Verein. Die Ausarbeitung und Umsetzung von weiteren Projekten sollen demnach die Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten für Mädchen und Jungen und auch die Anzahl an Arbeitsplätzen für EinwohnerInnen erhöhen. Die Planung erfolgt dabei mit den Menschen in Tshumbe, um lokales Wissen und Materialien einbeziehen zu können.

Im Jahr 2019 - 2020 profitierten so insgesamt 285 Kinder und 70 Angestellte (KindergärtnerInnen, Lehrpersonen, KöchInnen, GärtnerInnen, Handwerker, Wächter, Schneiderinnen, Krankenpersonal, etc.) von den Projekten.

Im Berichtsjahr von September 2019 bis August 2020 lukrierte der Verein exakt 129.402,54 Euro an Spenden, weitere rund 24.000 Euro konnten durch z.B. Veranstaltungen oder den Verkauf von in Tshumbe produzierten Kleidungsstücken erwirtschaftet werden. Die Gründerin als auch die MitarbeiterInnen in Österreich arbeiten ehrenamtlich, Hilfsgelder kommen "zu 100% den Projekten zu Gute" betont der Verein. Spenden an Zukunft für Tshumbe sind von der Steuer absetzbar, das Österreichische Spendengütesiegel besitzt der Verein nicht.

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