Ziegen für arme Kinder in Burundi

Die Ziegen sollen den Schulbesuch ermöglichen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Burundi ist ein dichtbevölkerter Binnenstaat in Ostafrika. Die Mehrheit der gut zehn Millionen EinwohnerInnen sind katholisch; dieses Projekt kommt Menschen in der Pfarre Bisoro im Osten des Landes zugute.

Die BewohnerInnen von Bisoro leben vom Ackerbau, wobei die Äcker noch immer manuell bestellt werden. Arbeitstiere kommen dabei kaum zum Einsatz. Wegen der ineffizienten Anbaumethoden und der unfruchtbaren Böden sind die Ernten schlecht.

Zahlreiche Kinder können den Unterricht aufgrund ihrer Unterernährung nicht besuchen. Zudem sind viele Familien nicht in der Lage, für Schulmaterialien und den Transport zu zahlen.

Missio unterstützt ein Pilotprojekt der Diözese Ruyigi, durch das Hundert armutsbetroffenen Familien mit sechs bis sieben Kinder geholfen wird. Jede Familie erhält zwei Ziegen zur Zucht: dadurch wird der Fleischkonsum erhöht, Geld durch den Tierverkauf verdient und Dünger für die Felder produdziert.

Darüber hinaus bekommen die begünstigten Kinder einen Transportkostenzuschuss für den Schulweg, Schulmaterialien und neue Kleidung. Ein zusätzlicher Schwerpunkt wird auf die Versorgung von Waisenmädchen gelegt, die es in der Gesellschaft mitunter am schwersten haben.
16.03.2015