World Vision Österreich

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© Walter Grösel

Weltweit unterstützt die christliche Hilfsorganisation 3,4 Millionen Patenkinder.

Am Anfang, es war im Jahr 1947, hielt er "Weiße Jade" in seinen Armen. Er, das ist Robert "Bob" Pierce, der spätere Gründer von World Vision, Kriegskorrespondent und Pastor. Pierce war als Missionar in China unterwegs, "Weiße Jade" hieß das kleine, hungernde Mädchen in seinen Armen.

"Was kannst du für das Mädchen tun?", wurde er von der Leiterin der Missionsschule in Xiamen gefragt. "Ich verspreche dir, dass ich für sie sorgen werde, wenn du mir jeden Monat fünf Dollar für sie schickst." Die Idee von World Vision war geboren. Drei Jahre später, 1950, wurde die christliche Hilfsorganisation in den USA gegründet.

Heute ist World Vision weltweit tätig, leistet Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Nothilfe: "Menschen werden unabhängig von Religion, Nationalität, Kultur oder Geschlecht unterstützt."

World Vision Österreich wurde nach einem von World Vision selbst aufgedeckten Spendenskandal um den Vorgängerverein "World Vision Österreich - Christliches Hilfswerk" 1998 neu gegründet. Geschäftsführerin Martina Krones-Taurer wurde damals zu drei Jahren Haft verurteilt.

"Der neu gegründete Verein steht also in keinem Zusammenhang mit der früher unter dem Namen "World Vision - Christliches Hilfswerk" auftretenden Organisation und war auch nicht in den Prozess involviert", betont World Vision Österreich. Seit 1999 ist World Vision Österreich Teil der weltweiten World Vision Partnerschaft.

Langfristige Projekte

Weltweit führt World Vision rund 1.640 Regionalentwicklungsprogramme durch, diese langfristigen Projekte laufen durchschnittlich 15 Jahre. In fast 100 Ländern erreicht World Vision mit Programmen und Projekten rund 120 Millionen Menschen.

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung heißen die Schwerpunkte der Regionalentwicklung Landwirtschaft, Ernährung und Wasserversorung, Bildung, Gesundheit und Hygiene. Die Programme werden durch nicht zweckgebundene, "freie" Spenden, aber auch durch lokale Kinderpatenschaften finanziert: Das für das Patenkind gespendete Geld kommt dem Kind, seiner Familie und den DorfbewohnerInnen zugute. Sie bekommen Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Grundversorgung und Schulbildung.

Die Kinderpatenschaften sind sozusagen das "Steckenpferd" von World Vision. Weltweit laufen 3,4 Millionen Patenschaften über den Verein. Rund 12.000 ÖsterreicherInnen haben eine Kinderpatenschaft bei World Vision Österreich übernommen, sie bezahlen monatlich 30 bis 50 Euro.

Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen in der Hilfe für Katastrophenopfer und in der Anwaltschaftsarbeit für die Rechte benachteiligter Kinder und Familien. Unter "Katastrophenspende" werden auf der Vereinswebsite humanitäre Hilfsprojekte vorgestellt, die akut Unterstützung brauchen. Die Anwaltschaftsarbeit wird, wie die Regionalentwicklungsprogramme, durch nicht zweckgebundene Spenden gefördert.

Im Jahr 2016 wurden 5,7 Millionen Euro für World Vision Österreich gespendet, davon waren 5,1 Millionen Euro Patenschaftsbeiträge. Durch die Hilfe aus Österreich konnten insgesamt 911.200 Menschen in 13 Ländern Unterstützung erhalten.

World Vision hat das Österreichische Spendengütesiegel schon seit 2001. Spenden an World Vision sind von der Steuer absetzbar.
07.11.2017