Wohnungslosenhilfe

Seit 2007 ist der Samariterbund mit folgenden Einrichtungen in diesem Bereich tätig.

Bei alle diesen Einrichtungen beziehungsweise Projekten geht es um wesentlich mehr denn ein Dach für ehemals obdachlose Menschen. Schrittweise soll für die KlientInnen ein eigenständiges Wohnen ermöglicht werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Aktivitäten und Betreuungen.

Die älteste Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes auf diesem Gebiet ist das Übergangswohnheim R3. Seit 2007 stehen hier 117 Plätze für volljährige Männer und Frauen, vor allem für suchterkrankte Menschen, zur Verfügung. 19 Zimmer sind speziell auch für Paare angedacht. Beratung, Begleitung und Krisenintervention ermöglichen mindestens zwei MitarbeiterInnen, die rund um die Uhr im Haus anwesend sind.

Das Haus Sama wurde im Juli 2008 eröffnet. Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um 26 Übergangswohnplätze und 24 soziale betreute Wohnplätze.

Das Haus Max Winter (benannt nach dem gleichnamigen österreichischen Journalisten und Pionier der Sozialreportage) wurde am 1. März 2010 in Betrieb genommen. Hier finden 122 Menschen in sozial betreuten Wohnungen, 35 davon sind für Frauen reserviert. Neben Obdach werden auch Zuspruch, Betreuung und Begleitung in allen Belangen angeboten.

Das Projekt WohnenPlus Riga bietet unbefristeten, leistbaren Wohnraum. Auf Wunsch auch Betreuung, die Teilnahme an diversen gemeinsamen Freizeitaktivitäten ist ebenfalls möglich. Seit November 2011 stehen 233 Garconnieren wohnungslos geworden Menschen als ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zur Verfügung.

Das Angebot Mobile Wohnbetreuung begleitet obdach- und wohnungslose Menschen beim Start des selbstständigen Wohnens. Im Haus Fortuna des 10 Gemeindebezirks stehen seit 2016 insgesamt 30 Einzelappartements als dauerhafte Wohnmöglichkeit bereit.

In der kalten Jahreszeit stellt der Samariterbund zwei Winterquatiere bereit. In den zwei Einrichtungen im 10 und 11 Wiener Gemeindebezirk finden mehr als 100 Menschen von Anfang November bis Ende April ein Winterquartier.

Eine wichtige Ergänzung innerhalb der Wohnungslosenhilfe des Samariterbundes ist das Internetcafe ZwischenSchritt. Ohne Konsumzwang, aber dafür mit Hilfe und Unterstützung können hier Computer und Internet genutzt werden. Bewerbungsschreiben, Job- und Wohnungssuche, Anträge und vieles mehr können online erledigt werden, wenn man weiß, wie es geht. Die MitarbeiterInnen haben selbst Wohnungslosigkeit erlebt.

Die Zuweisung in eine der Einrichtungen erfolgt in der Regel durch das Beratungszentrum Wohnungslosenhilfe (bzWO) des Fonds Soziales Wien.
08.03.2019