Wohneinrichtungen für erwachsene Asylwerber

Der Arbeiter-Samariter-Bund betreut derzeit fünf Unterkünfte für asylsuchende Männer, die aus unterschiedlichen Krisenregionen nach Österreich geflohen sind.

Als Reaktion auf die vielen Flüchtlinge, die im Jahr 2015 nach Österreich gekommen sind, hat der Arbeiter-Samariter-Bund Österreich (ASBÖ) zahlreiche neue Wohnunterkünfte eingerichtet. Verteilt auf die Bundesländer Wien und Salzburg gibt es nun fünf Einrichtungen für rund 120 erwachsene Männer (Stand Jänner 2019).

Vormittags besuchen die Bewohner Deutschkurse. Die interdisziplinären und interkulturellen BetreuerInnen kümmern sich nicht nur um alltägliche Belange, sie organisieren auch Freizeitaktivitäten wie Ausflüge, Kultur- und Sportprogramme. Für die Haushaltsführung und das Zubereiten der Mahlzeiten, die gemeinsame eingenommen werden, sind die Bewohner verantwortlich.

Die Asylwerber kommen aus unterschiedlichen Krisenregionen, allen voran aus Syrien und Afghanistan. Sie haben Krieg, Unterdrückung und Elend erlebt, weshalb in den Wohneinrichtungen der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund steht. In den Gemeinden gibt es viele engagierte Personen, die ehrenamtliche Aufgaben übernehmen: Sie begleiten die Bewohner bei Behördengängen, zu Arztbesuchen oder lernen mit ihnen Deutsch. Dennoch werden laufend weitere Freiwillige gesucht, die ihre Zeit zur Verfügung stellen wollen und können.

Warum betreutes Wohnen?

Im Rahmen der Grundversorgung wird AsylwerberInnen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, da sie noch keinen Aufenthaltsstatus haben und ihnen somit der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt ist (ausgenommen Saison-, Ernte- und Gemeindearbeit für einen Zeitraum von drei Monaten nach Zulassung des Asylantrags). Ohne Einkommen sind AsylwerberInnen für die Dauer ihres Asylverfahrens also auf Quartiergeber angewiesen. Pro Tag und Person erhalten diese bis zu 19 Euro. AsylwerberInnen, die in organisierten Unterkünften wohnen, erhalten ein monatliches Taschengeld von 40 Euro.

Haus Erdberg

Die Großunterkunft bietet Platz für 600 erwachsene sowie unbegleitete, minderjährige Männer, die in Österreich um Asyl angesucht haben. Die Betreuung wurde vom ASB Wien gemeinsam mit der Caritas Wien übernommen. Die derzeitigen Bewohner stammen aus Syrien und Afghanistan. Künftig soll im Haus Erdberg auch Platz für Familien sein. Die Unterkunft ist eine anerkannte Einrichtung nach den Förderrichtlinien des Fonds Soziales Wien, gefördert aus Mitteln der Stadt Wien.

Haus Salzburg

Im Nordwesten der Stadt Salzburg, nahe der Salzburg Arena, haben im Mai 2015 die ersten Asylwerber die gemeinsame Wohnunterkunft von ASB und Jugend am Werk bezogen. Mittlerweile zählt das Haus Salzburg 34 Bewohner. Einige von ihnen sind im lokalen Schachklub aktiv.

Haus Radstadt

Auch in Radstadt leben seit März 2015 fünfzig asylsuchende Männer in einem Jugendgästehaus, das nun als ASB-Einrichtung genutzt wird. Ausflüge lassen sich in der malerischen Berglandschaft schnell organisieren, so können sich die neuen Bewohner auch ein wenig von dem erlebten Leid erholen.

Haus Seekirchen

Die 36 Bewohner des Asylwerberheims in Seekirchen am Wallersee in Salzburg haben ihre Wohnunterkunft im September 2015 bezogen. Sie kommen überwiegend aus Syrien und dem Irak.
  • Kontakt
    Christine Koppler
    Seekirchen 64
    5201 Seekirchen am Wallersee
    christine.koppler©die-samariter.at

  • Spendenkonto
    IBAN: AT06 1509 0001 1112 8088
    Verwendungszweck: Haus Seekirchen

Haus Lofer

Die Unterkunft im salzburgerischen Lofer betreut der Arbeiter-Samariter-Bund ebenfalls gemeinsam mit Jugend am Werk. 25 Asylsuchende sind in dem idyllischen Skiort untergebracht.
  • Kontakt
    Christian Dengg
    Lofer 49
    5090 Lofer
    Tel.: 0662/81 25 44
    christian.dengg@die-samariter.at

  • Spendenkonto
    IBAN: AT06 1509 0001 1112 8088
    Verwendungszweck: Haus Lofer
08.03.2019