Wege aus der Prostitution

Mädchen aus dem armen Myanmar landen in den Bordellen Thailands.

Kawthaung ist die südlichste Stadt auf dem Festland von Myanmar. Auf der anderen Seite des Kraburi-Flusses ist schon Thailand. Und damit das Problem von Kawthaung. Viele Mädchen aus dem armen Myanmar landen in den Bordellen und auf den Straßenstrichen des reicheren Thailands.

Nach Thailand werden die Mädchen oftmals von Menschenhändlern gebracht, bei denen ihre Familien Schulden haben. Etliche Mädchen stecken sich in Thailand mit HIV an.

Der Orden der Schwestern Unserer Lieben Frau der Mission (RNDM) betreibt in Kawthaung eine Schule, um Kinder und Jugendliche vor dem Zugriff der Menschenhändler zu bewahren. Die Schwestern bieten Hilfe für AIDS-Kranke an, die so an Medikamente kommen, die ansonsten für sie zu teuer sind.

In der Schule soll eine Schneiderwerkstatt eingerichtet werden, damit die ausgebildeten Mädchen einen sicheren Arbeitsplatz haben. Spezielle Nähmaschinen müssen gekauft werden, mit denen man auch Taschen herstellen kann. Zudem müssen die Kosten für Lehrende, für die medizinische Versorgung der PatientInnen und Strom und Wasser aufgebracht werden. Missio unterstützt die Schwestern bei ihrer Arbeit.
07.04.2017