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Sauberes Wasser für die indigenen Awá

Familien des indigenen Awá-Volkes in Kolumbien sollen durch die Nutzung von gefiltertem Regenwasser ihre Gesundheit verbessern.
Ungefähr 25.000 Awá leben im kolumbianischen Departamento Nariño an der Grenze zu Ecuador, wo der bereits mehr als 50 Jahre andauernde bewaffnete Konflikt zwischen Militär, Paramilitär und Guerilla ausgetragen wird. Einst aus politischen Gründen begonnen, dreht sich der Konflikt längst um illegalen Drogen- und Waffenhandel und obwohl die BewohnerInnen des Gebietes nie an dem Konflikt beteiligt waren, sind sie seit jeher davon betroffen.

Inmitten des Kriegsschauplatzes lebend, mussten zahlreiche Awá-Familien ihre Dörfer verlassen. Auch wenn sie nun in einer Gemeinde Sicherheit finden konnten, kämpfen sie weiterhin um ihr Überleben: Verunreinigtes Wasser führt regelmäßig zu schwerwiegenden Infektionen, Parasiten und anderen Krankheiten.

Im Zuge dieses Projekts soll den vetriebenen Familien des indigenen Volkes nun Unterstützung geboten werden. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Oxfam (bereits seit 1982 in Kolumbien tätig) unterstützt der Entwicklungshilfeklub 480 Awá-Familien mit der Errichtung von Trinkwasseranlagen.

Durch die Ausstattung mit einer Dachrinne, einem Fallrohr, einer 500 Liter Wassertonne und einem Ton-Filter ermöglicht man den einzelnen Familien Regenwasser als Trinkwasser zu nutzen. 80 Euro kosten die Materialien für jeweils eine Familie, die Gesamtkosten des Projekts betragen für 480 Familien 38.400 Euro.