Wasser für Arda-Olla

In Arda-Olla, einer Gemeinde im Süden Äthiopiens an der Grenze zu Kenia gelegen, soll ein Wasserrückhaltebecken errichtet werden. Rund 5.500 Menschen sollen dadurch auch in Trockenzeiten mit Wasser versorgt werden.

Wenn die Trockenheit mal wieder besonders lange anhält, es Monate lang nicht regnet und das letzte Geld an der Wasserpumpstation ausgegeben wurde, dann bleibt oft nicht mehr genug übrig, um Essen oder gar Medizin zu kaufen. Für die rund 5.500 EinwohnerInnen der Gemeinde Arda-Olla im Süden Äthiopiens ist das trauriger Alltag.

823 Hirtenfamilien bewohnen das Dorf und die umliegenden Siedlungen. Durch die schweren Dürren in den vergangenen Jahren verloren manche bereits ihre ganze Herde. Die Hirten sind gezwungen, immer weitere Wanderungen zu unternehmen, um Weiden für ihre Tiere zu finden. Die Frauen und Mädchen bleiben unterdessen im Dorf, müssen durchschnittlich 5 Kilometer zurücklegen, um an der nächsten Wasserstelle ihre Kanister zu befüllen. An der Pumpstation müssen sie zudem umgerechnet 1,50 Euro zahlen - oft ihre letztes Geld.
 

Die Lösung: ein Haro

Eine nachhaltige Lösung für dieses Problem soll nun ein "Haro" bieten. Das Haro, oder auch Wasserrückhaltebecken, hat sich bereits in anderen Regionen Afrikas bewährt - es sammelt den Niederschlag in den Regenmonaten und stellt den BewohnerInnen dadurch in der Trockenzeit Wasser zur Verfügung.

Das Becken sammelt mit einer Größe von 100 mal 90 Metern und einer Tiefe von 3 Metern ausreichend Wasser für die Familien in Arda-Olla. Ein 10.000 Liter großer Wassertank mit integriertem Sandfilter bereitet das Regenwasser zu Trinkwasser auf, durch eine danebenliegende Tränke werden die Viehherden versorgt.

Der Entwicklungshilfeklub möchte bei der Realisierung dieses Projekts helfen und die Kosten für die Errichtung des Haros übernehmen. Für Erdarbeiten, Tank, Pumpe, Filter, Tränke und Zuleitungsrinnen werden insgesamt 35.000 Euro benötigt. Mit 43 Euro kann anteilsmäßig eine Familie unterstützt werden, mit einem Mikro von 215 Euro kann fünf Familien geholfen werden.
04.01.2017