Vorarlberger Kinderdorf

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© Walter Grösel

Die größte Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Vorarlbergs.

Der Name ist Programm. Wie andere Kinderdörfer entstand auch das Vorarlberger Kinderdorf kurz nach dem 2. Weltkrieg, es begann mit einem Ferienlager für unterernährte Kinder im Jahr 1946.

Als Gründungsvater gilt der katholische Priester Hugo Kleinbrod, 1951 wurde der Verein Kinderdorf Vorarlberg gegründet, 1954 das erste Ganzjahresheim eingeweiht. Im Reichshofstadion des Fußballklubs Austria Lustenau steht die nach dem Gründer der Organisation benannte Hugo-Kleinbrod-Kapelle. 1991 wurde Kinderdorf Vorarlberg in Vorarlberger Kinderdorf umbenannt.

Die Organisation ist "in Form von zwei Finanzübersichten" geteilt, wie Vorarlberger Kinderdorf in ihrem Jahresbericht festhält: In die gemeinnützige GmbH, die Großteils durch öffentliche Mittel finanziert wird und die Fachbereiche (siehe unterhalb) führt, und den Verein, der auf Spenden angewiesen ist und überwiegend den Betrieb der Kinderdorffamilien und die Ehemaligenbetreuung ermöglicht.

Das Vorarlberger Kinderdorf ist die größte Kinder- und Jugendwohlfahrtseinrichtung in Vorarlberg. 281 (Verein: 21, gGmbH: 260) MitarbeiterInnen begleiten über 2.000 Kinder, Jugendliche und Familien mit stationären und ambulanten Angeboten.

Das Vorarlberger Kinderdorf ist in acht Fachbereichen tätig:
  • FamilienImpulse widmet sich der Prävention. Diese Angebote - zum Beispiel Beratung in Erziehungsfragen - sind für alle Familien frei zugänglich und unentgeltlich.
  • Der ambulante Familiendienst kooperiert mit dem Verein "Netz für Kinder", der Ehrenamtliche in betreute Familien vermittelt.
  • Netzwerk Familie unterstützt werdende Eltern und Familien mit Kleinkindern in belastenden Lebenssituationen.
  • Die Auffanggruppe mit ihren angeschlossenen Krisenpflegeplätzen bietet für Kinder bis 14 Jahre eine Auszeit, einen Ort, der kurzzeitig Schutz und Sicherheit gewährt. Ebenso können Mütter mit aufgenommen werden.
  • Paedakoop widmet sich Kindern und Jugendlichen im Pflichtschulalter, deren schulische und persönliche Entwicklung gefährdet ist. Ziel ist die Reintegration in die Familie und die Schule vor Ort.
  • Pflegekinderdienst sucht im Auftrag der amtlichen Kinder- und Jugendhilfe Pflegeeltern.
  • Im Kinderdorf Kronhalde am Stadtrand von Bregenz wohnen Kinder und Jugendliche, wenn das Wohnen daheim bei den Eltern oder der Ursprungsfamilie mittel- und langfristig nicht möglich ist.
  • Die Ehemaligenbetreuung im Kinderdorf Kronhalde ist die Anlaufstelle für alle ehemaligen Kinderdorfkinder.

Das Vorarlberger Kinderdorf trägt das Spendengütesiegel seit 2005, Spenden an den Verein sind von der Steuer absetzbar.

Im Jahr 2015 wurden an das Vorarlberger Kinderdorf knapp 1,9 Millionen Euro gespendet.
22.06.2017