Gesundheitsversorgung für die Ärmsten

(abgeschlossenes Projekt)

Mit der Finanzierung von Untersuchungen, Medikamenten, medizinischer Geräte und Behelfe unterstützt der Entwicklungshilfeklub bedürftigste Bewohner der bolivianischen Stadt Sacaba.

Diabetes, Herzbeschwerden, Bluthochdruck und Krebs, allesamt Erkrankungen deren frühzeitige Diagnose die Heilungschancen beachtlich erhöhen kann. Wenn die finanziellen Mittel für Gesundheitschecks jedoch schlichtweg fehlen, wird der Arztbesuch längstmöglich herausgezögert. Nur zu oft wirkt sich dies negativ auf den Verlauf einer Erkrankung aus oder verschlechtert gar die Heilungschancen.

"Armut ist der Hauptgrund, warum viele Menschen sich nicht um ihre Erkrankungen kümmern. Sie können sich die notwendigen Medikamente und Behandlungen nicht leisten. Erst wenn sie in einen kritischen Zustand kommen, lassen sie sich ärztlich untersuchen. Aber dann ist es meistens schon zu spät. Jeden Tag kommen Menschen zu uns, deren Krankheiten mit einer rechtzeitigen Behandlung weitgehend verhindert hätten werden können.", erläutert Magaly Osniaga, Leiterin des Gesundheitszentrums "Virgen de Africa" der Pfarre in Sacaba, die schwierige Situation für arme Familien in einer der am schnellsten wachsenden Städte Boliviens.

Die Pfarre in Sacaba, im Zentrum des Anden-Staates, hat die Notlage dieser Menschen erkannt und gründete bereits 1998 das Gesundheitszentrum, um den Ärmsten der Armen allgemeinmedizinische und zahnärztliche Versorgung zu gewähren. Neben den ärztlichen Untersuchungen bietet das Gesundheitszentrum auch eine Apotheke und veranstaltet regelmäßig Gesundheitskampagnen für besonders vulnerable Menschen.

Rund 500 Personen - Frauen, Kinder und ältere Personen - profitieren von den Kampagnen:
  • dreimal im Jahr findet die Kampagne zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs statt,
  • einmal jährlich, vor Schulbeginn im März, findet die Kampagne für Kinder in zwei Schulzentren statt und
  • sechsmal im Jahr wird eine Kampagne für ältere und gebrechliche Menschen abgehalten.
Mit 3.020 Euro möchte der Entwicklungshilfeklub die Kosten für Labor-, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen, Medikamente sowie medizinische Geräte und Behelfe für die Gesundheitskampagnen übernehmen.
04.02.2016