Verein für Integrationshilfe

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© Walter Grösel

Die Organisation der Erzdiözese Wien stellt Haftentlassenen in Wien Wohnraum zur Verfügung.

Der Verein für Integrationshilfe stellt haftentlassenen Männern und Frauen Wohnplätze in Wien zur Verfügung. Seit 1970 betreute die Organisation der Erzdiözese Wien 3.000 Menschen in den verschiedenen Wohnprojekten. Gegründet wurde der Verein vom damaligen Gefangenenseelsorger Anton Eder.

Die Integrationshilfe betreibt in der Blutgasse 1 im Ersten Wiener Gemeindebezirk eine Beratungsstelle. Die Haftentlassenen werden hier – wie der Name sagt – beraten, vermittelt werden Teilzeitarbeitsplätze und Wohnplätze im vereinseigenen Wohnheim Mariahilf.

16 Einzelzimmer, drei Dreibettzimmer und drei Notbetten stehen im Wohnheim Mariahilf in der Sandwirtgasse 5 zur Verfügung. Durchschnittlich bleiben die BewohnerInnen sieben Monate im Wohnheim.

Für die, die ein "gewisses Maß an Eigenständigkeit zeigen, aber doch noch nicht so gefestigt erschienen, dass ihnen ein gänzlich selbständiges Leben in einer eigenen Wohnung gelingen könnte", unterhält der Verein für Integrationshilfe einige so genannte "Startwohnungen" in Wien.

Besonders wichtig für Haftentlassene ist eine regelmäßige Arbeit. KlientInnen des Vereins können u.a. in den Caritas-Lagern Wien Nord und Mittersteig vorübergehend arbeiten. Bis zu zwei Drittel des Lohns zahlt der Verein für Integrationshilfe.

Im Jahr 2016 wurde für den Verein für Integrationshilfe weniger gespendet als die Jahre zuvor (siehe Grafik rechts). Den überwiegenden Anteil ihrer finanziellen Mittel – nämlich 20.800 Euro – erhielt der Verein auch im vergangenen Jahr durch Zuschüsse der öffentlichen Hand. Das Österreichische Spendengütesiegel hat der Verein seit 2003, Spenden an den Verein für Integrationshilfe sind von der Steuer absetzbar.
12.09.2017