Ugandas Batwa

Um Berggorillas zu schützen, wurden Nationalparks errichtet – und die Batwa vertrieben.

Weniger als 100.000 Menschen gehören den Batwa an. Sie leben in den Staaten Ruanda, Burundi, der DR Kongo und Uganda in Zentralafrika. Ihre traditionelle Lebensweise als Jäger und Sammler besteht kaum noch, seit der Großteil des Waldes zugunsten der Landwirtschaft gerodet wurde. In Uganda wurden die letzten Rückzugsgebiete der Batwa zu Nationalparks erklärt, um die Berggorillas zu schützen. 

Seither haben sich geschätzt 6000 Batwa in anderen Regionen angesiedelt, ohne Mittel und Kenntnisse sich ohne Wald selbst zu versorgen. Als TagelöhnerInnen werden sie von Bauern und Bäuerinnen nur mit Nahrung bezahlt. Zudem sind die Vorurteile gegen die Batwa-Minderheit in Uganda sehr groß, sie werden vielfach diskriminiert, an den Rand der Gesellschaft und in die Armut gedrängt.

Seit 2014 engagiert sich ADRA deshalb für die Batwa. Die neuen Projekte, die von der Stadt Wien gefördert werden, sollen den Batwa langfristig helfen, den Armutskreislauf zu durchbrechen und ihre Existenz sichern.

Die Projekte beinhalten einerseits ein "lebendiges Museum", welches einen Veranstaltungsort für Tourismus und Schulwesen bieten soll, andererseits werden Schul- und Weiterbildung gefördert, Schafe und Saatgut an die Familien ausgegeben und die Batwa über zum interkulturellen Austausch aufgefordert.

Die Projekte sollen den Batwa helfen, mehr Respekt und Anerkennung zu erlangen und so ihre Traditionen, ihr Wissen und ihre Lebensgeschichte zu bewahren. Zudem werden sie dabei unterstützt, sich selbst wieder versorgen zu können.

Das Spendenziel beträgt 107.000 Euro.
07.02.2019