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Frauenselbsthilfegruppen in Madagaskar

Aufgrund von traditionellen Strukturen sind madagassischen Frauen finanziell und sozial von ihren Männern abhängig.
Madagaskar liegt laut Human Development Index auf Platz 164 von insgesamt 189 erfassten Ländern und zählt somit zu den ärmsten Regionen der Welt. Ein Großteil der rund 26 Millionen EinwohnerInnen lebt in Armut und versucht durch Selbstversorgung das eigene Überleben zu sichern. In den kleinbäuerlichen Familien herrscht zudem noch eine finanzielle und soziale Abhängigkeit der Frauen. Obwohl Partnerinnen beispielsweise genauso bei der harten Feldarbeit mithelfen und zusätzlich den Haushalt führen, haben sie kein Mitspracherecht bei finanziellen Fragen. Die armutsbetroffenen Ehefrauen suchen deshalb andere Möglichkeiten um für sich selbst ein wenig dazu zu verdienen. Doch aufgrund der traditionellen Strukturen fehlt ihnen das Wissen und Netzwerk, um dies umzusetzen.

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt deswegen die Partnerorganisation Entraide et Fraternité bei der Umsetzung von Projekten zum Wohle armutsbetroffener Frauen. Im derzeit laufenden Projekt sollen etwa 300 Kleinbäuerinnen dabei unterstützt werden, eine weitere Einkommensquelle zu erlangen. "Die Frauen schließen sich in Selbsthilfegruppen zusammen und beginnen ein kleines wirtschaftliches Unternehmen", so der Verein. Zusätzlich werden sie in dem Prozess laufend von der Partnerorganisation begleitet und durch beispielsweise Schulungen und Materialien unterstützt.

Die Kosten für die Finanzierung einer Frauengruppe beträgt 312 Euro. Der Verein bittet um Spenden.