60 Prozent Überlebenschance durch Strahlentherapie

Seit 2002 finanziert das Projekt "Aladins Wunderlampe" die Strahlentherapie krebskranker Kinder in der südirakischen Stadt Basra.

Während der Golfkriege in den 1980ern und '90ern und der darauffolgenden Jahre des zaghaften Wiederaufbaus verschlechterte sich die Gesundheitsversorgung im Irak vehement. So konnten neue Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung auch nicht mehr unterrichtet werden.

Laut TwoWings starben in der südirakischen Provinz Basra im Jahr 1990 fünfzehn Kinder an Leukämie, die Heilungschancen tendierten zu diesem Zeitpunkt gegen Null. Das Projekt "Aladins Wunderlampe" unter der Leitung von Dr. Eva-Maria Hobinger sollte dies schlagartig ändern: Seit 2002 unterstützt die Fachärztin für Strahlentherapie die Kinderkrebsstation des Ibn Ghazwan Spitals in der gleichnamigen Provinzhaupststadt Basra mit ihrer Expertise. Seither konnte die Sterblichkeitsrate leukämiekranker Kinder auf rund vierzig Prozent reduziert werden.

Einige PatientInnen, die im Irak keinen zeitnahen Therapieplatz bekommen, wurden in der Vergangenheit zur Behandlung nach Österreich gebracht. Ebenso durften irakische OnkologInnen zur Fortbildung für zwei bis drei Monate nach Österreich kommen, um ihr Fachwissen auf dem Gebiet auf den neuesten Stand zu bringen.

Mithilfe der finanziellen Mittel des Projekts konnte 2003 auch ein Ausbruch der Tropenkrankheit Kala Azar weitgehend verhindert werden, 1.500 infizierte Kinder wurden damals geheilt.
31.05.2017