Kinder im Umweltschutz aktiv

Das Jane Goodall Institute klärt Kinder in Tansania über die schwerwiegenden Folgen von Waldrodung auf.

Zwar ist das Jane Goodall Institute (JGI) vorrangig für Initiativen zum Tier- und Umweltschutz bekannt, mit dem "Lake Tanganyika Catchment Reforestation and Education Project" (TACARE) werden aber auch jene Menschen unterstützt, die rund um den 52km² großen Gombe Nationalpark am Tanganyika-See leben. Der Tier- und Naturbestand im Park ist vor Zerstörung und Ausrottung weitgehend geschützt, doch die EinwohnerInnen in den umliegenden Siedlungen haben mit den schwerwiegenden Folgen von Waldrodung, wie Bodenerosion, zu kämpfen.

TACARE ist bemüht, die Bevölkerung mit alternativen Möglichkeiten zu Feuer- und Bauholz vertraut zu machen, damit weitere Umweltschäden vermieden werden können. Interessierte werden ihrerseits vom JGI geschult, um den Regenierungsprozess zu beschleunigen. Mittlerweile konnten 170.000 Menschen aus 25 Dörfern indirekt und direkt von dem Projekt profitieren.

Eine weitere JGI-Initiative, die im Rahmen von TACARE umgesetzt wird, ist "Roots & Shoots": In der Region Kigoma setzen sich Kinder aus 45 Grundschulen und Kinderzentren aktiv für den Umwelt- und Tierschutz in ihren Gemeinden ein. Sie pflanzen Bäume und Sträucher und machen Ausflüge in den Gombe Nationalpark. Ein zusätzlicher Programmpunkt von "Roots & Shoots" ist die Aufklärung der Kinder, insbesondere in Bezug auf HIV/Aids-Prävention und Kinderrechte. TACARE hat dafür eigens ein Fortbildungsprogramm für LehrerInnen initiiert.
31.05.2017