Train of Hope

Ausschließlich privat initiierte Flüchtlingshilfe am Wiener Hauptbahnhof.

Am Hauptbahnhof in Wien haben Freiwillige etwas ganz großartiges vollbracht. Sie haben die Flüchtlingshilfe am Bahnhof eigens in die Hand genommen und koordinieren jegliche Unterstützung selbst.

Ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen baute sich auf; wer helfen will, kommt einfach vorbei, lässt sich von einem/einer der Freiwilligen-KoordinatorInnen zuweisen und packt an. Noch im September wurde aus dem Freiwilligennetzwerk ein eingetragener Verein.

Nachdem die Zahl der in Österreich ankommenden Schutzsuchenden mit Wintereinbruch stetig sank, begannen Train of Hope anfang Dezember mit dem Abbau ihrer Zelte am Hauptbahnhof. Der Verein wies jedoch darauf hin, dass mit Hochdruck an einer Neuausrichtung gearbeitet werde, "um auch weiterhin zielgerichtet die Unterstützung für Refugees zur Verfügung stellen zu können".

Nach Abänderung der Statuten von der Erstversorgung hin zu langfristiger Unterstützung, werde der Fokus vermehrt auf Integrationshilfe für Asylsuchende gelegt. So werde man sich zum Beispiel auf das Bereitstellen von Deutschkursen und Hilfe bei der Wohnungsvermittlung fokussieren.

Sachspenden können aus diesem Grund aktuell keine entgegengenommen werden, wer mithelfen möchte, kann sich auch weiterhin stets bei der Initiative melden - etwa via Kontaktformular oder E-Mail.

Menschenrechtspreis

Stellvertretend für alle Freiwilligen, die sich in den vergangenen Monaten für Flüchtlinge engagiert haben, gab die Österreichische Liga für Menschenrechte Ende November bekannt, Train of Hope am Freitag den 11. Dezember mit dem Menschenrechtspreis 2015 auszuzeichnen. "Selten haben wir uns so rasch auf einen würdigen Preisträger einigen können", erklärt Barbara Helige, Präsidentin der Liga.
 
14.09.2016

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