Schwerpunkt Trachombekämpfung

Ehrgeiziges Ziel: Trachom bis 2020 zu besiegen.

Trachom ist eine bakterielle Entzündung des Auges, die mit Erblindung enden kann. Nicht muss, denn rechtzeitig behandelt erblindet niemand, nur unbehandelt führt es im Verlauf vieler Jahre zu Blindheit.

Eine akute Entzündung lässt sich relativ gut mit Antibiotika behandeln. Ohne medikamentöser Behandlung führt die Krankheit im Endstadium dazu, dass sich die Bindehaut vernarbt und das Lid nach innen dreht. Nun reiben die Wimpern auf der Hornhaut und verletzen sie. Dieser stetige Kreislauf von Verletzung der Hornhaut und Abheilung durch Vernarbung führt zur Erblindung der Betroffen. Ein äußerst schmerzhafter Prozess.

Ein wesentlicher Ansatz bei diesem Projekt ist die Verbesserung der Hygienestandards. Denn die Krankheit wird über direkten Kontakt zwischen den Schleimhäuten der Augen, Nase und des Mundes übertragen. Das gemeinsame Benutzen eines Handtuches oder Waschlappen reicht also aus. Neben der Behandlung mit Antibiotika werden schwere Fälle auch am Lid operiert, um eine Erblindung zu vermeiden.

In den Industrieländern ist Trachom sehr selten geworden, betroffen sind meist sogenannte Entwicklungsländer mit mangelnden hygienischen Verhältnissen. Viel konnte auch schon erreicht werden, 1981 waren noch 500 Millionen Menschen daran erkrankt. 2016 lebten 190 Millionen Menschen in Regionen, in denen die Krankheit verbreitet war und waren somit von einer Erkrankung und Erblindung bedroht. In 41 Staaten ist die Krankheit noch verbreitet, darunter eben auch die Projektländer von Licht für die Welt: Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik, Pakistan und Südsudan.

Im Jahr 2016 hat Licht für die Welt 28.601 Menschen gegen Trachom behandelt.
12.06.2018