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Theater Delphin

Möchte inklusiven Theaterproduktionen einen Platz in der Kulturlandschaft geben.
© Walter Grösel
© Walter Grösel
Inklusion bedeutet einen Zugang zu allen Lebensbereichen zu schaffen - auch zu Kunst und Kultur. Mit diesem Grundgedanken bietet Theater Delphin Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen die Möglichkeit bei Theater-Produktionen mitzuwirken und auf der Bühne zu stehen. Aus der Idee - entstanden durch die persönliche Lebensgeschichte der Vereinsgründerin Gabriele Weber - entwickelte sich mit der Zeit ein umfangreiches Theaterprojekt.

Die erste und ideengebende Aufführung fand mit dem Sohn der Gründerin statt. Im von Weber selbstgeschriebenen Stück namens "Nico der kleine Delphin" nahm ihr geistig und körperlich schwer beeinträchtigter Sohn die Hauptrolle ein. "Durch die Mischung aus Musik, Tanz und Licht konnte ihr Sohn eine ganz neue Seite an sich entdecken und schnell wurde klar, dass er auf der Bühne ungeahnte Fähigkeiten hervorbrachte", so die Erkenntnis. Aus dem Erlebnis entstand in Zusammenarbeit mit anderen DarstellerInnen, Sonder- und TheaterpädagogInnen die Idee für ein inklusives Theater. 1998 folgte die Vereinsgründung von Theater Delphin.
Wir möchten gesehen werden und mit unseren Theaterstücken ein Bewusstsein für Inklusion schaffen.
Namensgebend ist der Delfin selbst. Denn die Eigenschaften Intelligenz, Kreativität, Sensibilität, welche mit dem Tier verbunden werden, und dessen Gemeinschaftssinn nehmen auch eine wichtige Rolle im Theater Delphin ein. Der Verein verfolgt die Ziele die gesellschaftliche Akzeptanz für Inklusionstheater zu steigern, Berührungsängste zu reduzieren und ein Miteinander zu fördern.

Heute besteht das Theater Delphin aus mehreren Produktionsgruppen und einer Schauspieltrainingsgruppe. Das inklusive Theaterprojekt setzt dabei das gemeinsame Erlebnis in den Mittelpunkt, sowohl für SchauspielerInnen, Mitwirkende als auch das Publikum. "Ein Team von 10-15 Mitgliedern und freiwilligen HelferInnen stellt sicher, dass alle KursteilnehmerInnen individuell gefördert und gefordert werden", so der Verein. Und der Erfolg spricht für sich: jährlich werden vier Produktionen aufgeführt. 2020 etwa das Stück "MIA" von Gabriele Weber, das von einer launischen und egoistischen Prinzessin handelte.

Die Vision des Vereins ist es, nachhaltig inklusive Kunstproduktionen zu etablieren und die schauspielerischen Tätigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern. "Es soll eine Selbstverständlichkeit sein, SchauspielerInnen mit Behinderung auf den Bühnen zu sehen", betont Theater Delphin.

Finanzierung & Ausgaben

Das Theater Delphin finanziert sich zu einem großen Teil aus Spenden (2020: 26.000 Euro) sowie Subventionen und Zuschüssen der öffentlichen Hand (2020: 13.000 Euro). Mehr als 33.000 Euro kamen den Projektaktivitäten zugute, auf Spendenwerbung verzichtet der Verein komplett. Seit September 2019 ist Theater Delphin berechtigt das Spendengütesiegel zu tragen, Spenden an Theater Delphin sind von der Steuer absetzbar.

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