Ein Kinderheim für AIDS-Waisen

Im "Kinderhaus am schönen Berg" im äußersten Norden Thailands erhalten HIV-positive Kinder fürsorgliche Betreuung und medizinische Versorgung.

Im äußersten Norden Thailands - im sogenannten "Goldenen Dreieck", der Grenzregion zu Myanmar und Laos - liegt rund zehn Kilometer von der nördlichsten Stadt Mae Sai das Dorf San Sai Pu Yii. Am Rande von San Sai Pu Yii liegt Baan Doi. "Baan Doi" oder auch "Das Kinderhaus am schönen Berg" ist ein Kinderheim für AIDS-Waisen und Kinder, die mit HIV leben.

Die Salzburgerin Barbara Meisl und ihre Schweizer Freundin Graziella Ramponi gründeten das Kinderhaus 2009, um den ärmsten Kindern und ihren Familien in der Region Unterstützung zu bieten. Rund 500.000 Menschen in dem Gebiet sind staatenlos und können somit keine Unterstützung des Staates in Anspruch nehmen. Am schwersten betroffen sind HIV-positive Kinder, die keine Angehörigen mehr haben.
  • HIV-positive Kinder erhalten in Baan Doi die ihnen sonst verwehrte wichtige medizinische Versorgung.
  • Einigen Buben und Mädchen wird auch ein liebevolles Zuhause geboten, wenn ihre Familie nicht mehr für sie sorgen kann.
  • Die Kinder werden schulisch gefördert, lernen Englisch und können an sportlichen Aktivitäten teilnehmen.
  • Die Projektaktivitäten umfassen auch ein Familienförderprogramm für 25 Familien in der Region, die von HIV und AIDS betroffen sind.
  • Im Zuge eines Vorbeugungsprogramms wird Aufklärung zu den Themen "ungewollte Schwangerschaft" und "HIV" für Jugendliche betrieben.
  • An Wochenenden können auch Kinder und Familien der umliegenden Gemeinden die Englischschule besuchen.

Im Jänner 2015 konnte das Kinderhaus dank der Unterstützung der Kindernothilfe durch weitere Wohneinheiten erweitert werden, wodurch von nun an bis zu 30 Kinder gleichzeitig betreut werden können.

Mit einer Spende von 16 Euro können etwa die täglichen Mahlzeiten für ein Kind für einen Monat finanziert werden.
18.05.2016