Syrien und Irak: Versorgung von Binnenflüchtlingen

Herkömmliche Versorgungsstrukturen funktionieren in den meisten Regionen Syriens und des Iraks schon seit langem nicht mehr. Kirche in Not sammelt laufend Spenden, um ChristInnen Hilfe zukommen zu lassen.

Kirche in Not hat im Dezember 2015 wieder einen Spendenaufruf für Vertriebene aus Syrien und dem Irak gestartet. Den Angaben ihrer Website zufolge kommen die Hilfsleistungen jedoch ausschließlich Menschen christlichen Glaubens zugute.

Im Irak trägt Kirche in Not dazu bei, Wohnraum zu schaffen und zu finanzieren. Die Organisation versorgt Menschen im Flüchtlingslager Ankawa mit Generatoren und bezahlt den Lehrkörper, der in neu geschaffenen Schulcontainern unterrichtet. So bewirkt eine Spende von 30 Euro, dass ein Kind den Unterricht für die Dauer eines Jahres besuchen kann. Rund 13.500 geflüchtete christliche Familien unterstützt Kirche in Not darüber hinaus auch mit Lebensmitteln. Für den Betrag von 13 Euro erhält eine vierköpfige Familie genügend Nahrungsmittel für eine Woche.

In Syrien werden circa 600 christliche Familien von Kirche in Not mit Lebensmitteln versorgt. Neben der Schaffung und Finanzierung von Wohnraum und der Verteilung von Generatoren an 120 Haushalte werden in Syrien auch Medikamente, 2.000 Winterjacken und zu Weihnachten Geschenke an die Kleinen verteilt. Die Organisation finanziert Notoperationen und Unterrichtsmaterialien für 7.000 Kinder ebenso wie die Verteilung von 5.000 Kinderbibeln und den Wiederaufbau zerstörter Kirchen. Sie kommt auch für den Unterhalt einiger Priester und Ordensschwester in der Region auf.

Bis zu seiner Beendigung kann das Projekt laufend finanziell unterstützt werden. Kirche in Not hat keine zu erreichende Geldsumme festgelegt.
01.06.2016