Nothilfe in Vanuatu

Nachdem Zyklon Pam verheerende Schäden auf dem Pazifik-Inselstaat Vanuatu hinterließ, bitten zahlreiche NGOs dringend um Spenden.

Zerstörung auf Vanuatu © Graham Crumb/Humans of VanuatuZerstörung auf Vanuatu © Graham Crumb/Humans of VanuatuZerstörung auf Vanuatu © Graham Crumb/Humans of VanuatuZerstörung auf Vanuatu © Graham Crumb/Humans of Vanuatu[1426611317894615.jpg]
Zerstörung auf Vanuatu © Graham Crumb/Humans of Vanuatu
Nach und nach werden die Folgen des Zyklons für die rund 250.000 Bewohner des Inselstaates sichtbar. Tom Skirrow, Leiter von Save the Children in Vanuatu, erklärte, dass die logistische Herausforderung nach der Katastrophe immens sein würde. Im Vergleich zu Taifun Haiyan auf den Philippinen, sei die Zahl der Todesopfer diesmal zwar niedriger, der Anteil der Betroffenen sei jedoch viel größer.

Besonders prekär ist die Nahrungsmittelsituation; der Großteil der Bewohner Vanuatus ernährte sich bislang von den Erträgen angelegter Gärten, welche nun jedoch allesamt zerstört sind. Überdies ist die Gefahr von Malaria- oder Dengue-Fieber-Ausbrüchen sowie zahlreichen Infektionskrankheiten aufgrund des vielen Regens groß.

Zurzeit kämpft Unicef gegen einen Ausbruch der Masern in Vanuatu; mit 30. März konnten bereits 9.968 Kinder geimpft werden. Am Freitag den 27.3. - knapp zwei Wochen nach dem Durchzug des Tropensturms - gaben die Vereinten Nationen bekannt, dass alle 22 betroffenen Inseln erreicht und mit ersten Hilfsgütern versorgt werden konnten.

15% des benötigten Spendenvolumens erreicht

In einer Presseaussendung von Dienstag den 24.3. gab Unicef bekannt, dass bislang erst 15% des Geldes gespendet wurde, welches für die lebensrettende Hilfe für die tausenden Kinder und Familien nach Zyklon Pam benötigt werde. Etwa zwei Drittel der Kinder in Vanuatu - rund 82.000 Kinder - sind nach der Katastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Seit Donnerstag, 26. März, ist der internationale Flughafen auf der Hauptinsel wieder geöffnet. Am Dienstag öffneten auch die Schulen auf Vanuatu erstmals wieder - 80% der Schulgebäude wurden durch den Zyklon zerstört. Unicef setzt sich dafür ein, dass die 50.000 Schulkinder des Inselstaates so rasch wie möglich wieder an regulärem Unterricht teilnehmen können.
 
Cyclone Pam auf Vanuatu ©  Graham Crumb/Humans of VanuatuCyclone Pam auf Vanuatu ©  Graham Crumb/Humans of VanuatuCyclone Pam auf Vanuatu ©  Graham Crumb/Humans of VanuatuCyclone Pam auf Vanuatu ©  Graham Crumb/Humans of Vanuatu[1427365176497413.jpg]
Cyclone Pam auf Vanuatu ©  Graham Crumb/Humans of Vanuatu

Rückblick

In der Nacht auf Samstag, den 14.3.2015, zog einer der gewaltigsten je gemessenen Wirbelstürme über den Pazifik-Inselstaat Vanuatu, rund 1.700 Kilometer von Nordaustralien entfernt. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 260 Stundenkilometer hinterließ Zyklon Pam eine Spur der Verwüstung über eine Vielzahl der 82 Inseln von Vanuatu - 65 davon bewohnt. Der Inselstaat hat den Notstand ausgerufen.

Die Situation auf den meisten Inseln war lange Zeit unklar, da nur zu wenigen Inseln des Archipels Kontakt aufgenommen werden konnte. Die Telefonverbindung war zusammengebrochen, Flughäfen zerstört. Die am härtesten getroffenen Regionen sind Shefa und Tafea; auf den Inseln Tongae, Emae und Erromango - unweit der Hauptinsel Efate - wurden bis zu 90% der Unterkünfte zerstört. Laut Vereinter Nationen wurden zuvor bereits 24 Todesopfer bestätigt, kurz darauf revidierte Vanuatus Regierung auf elf Tote.
Folgende Hilfsorganisationen bitten um Spenden, um den tausenden Betroffenen des Inselstaates Nothilfe zu leisten.
 
27.03.2015