Unterstützung für SozialarbeiterInnen in postsozialistischen Ländern

Gemeinsam mit Partnerverbänden in Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Moldawien fördert das Hilfswerk Austria International die Weiterbildung von SozialarbeiterInnen und die Professionalisierung des Berufzweigs in den vier Ländern.

In vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion können SozialarbeiterInnen ihrer Arbeit nur bedingt nach modernen Maßstäben nachgehen. Denn es fehlt an Finanzierungsmitteln, lokalen Ausbildungszentren und zuweilen auch an dem Bewusstsein dafür, welche Chancen professionelle Sozialarbeit einer Gesellschaft bieten kann. Wurden typische Aufgaben lange Zeit von NGOs übernommen, haben sich nun Berufsverbände gegründet, die SozialarbeiterInnen miteinander vernetzen.

Das Hilfswerk Austria International unterstützt je einen Verband in Armenien, Aserbaidschan, Georgien und in Moldawien (siehe rechte Spalte), die als regionale "Kompetenzzentren" flächendeckend moderne Arbeitsstandards einführen sollen. Eine nachhaltige Förderstruktur sowie Trainingsangebote für SozialarbeiterInnen sollen bewirken, dass Bedürftige (wie Kinder, SeniorInnen und Alleinerziehende) die notwendige soziale Unterstützung erhalten.

Als anerkannter Partner in den betroffenenen Ländern verhilft das HWA den Verbänden dazu, sich für ihre sozialpolitischen Interessen und Anliegen auf nationaler Ebene Gehör zu verschaffen. Zusätzlich soll Informationsmaterial das öffentliche Bewusstsein für die Wichtigkeit gut funktionierender Sozialarbeit schärfen. Die OrganisatorInnen planen langfristig, zwölf ausgewählte Sozialprojekte zu unterstützen sowie Konferenzen mit dem Ziel der nachhaltigen Vernetzung abzuhalten.
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VertreterInnen der Partnerverbände bei einem gemeinsamen Studienaufenthalt in Wien im Jänner 2016. © Hilfswerk Austria International

Bereits durchgeführte sowie bevorstehende Projektziele

Im Jänner 2016 wurden insgesamt acht MitarbeiterInnen der vier Partnerverbände nach Wien zu einem gemeinsamen Studienbesuch eingeladen. Unter anderem stellten während eines Vortrags etablierte karitative Organisationen aus Österreich ihre Aufgaben und Ziele vor.
  • Derzeit evaluieren österreichische ExpertInnen der Sozialen Arbeit in welchen Bereichen sich die Partnerverbände möglicherweise strategisch neu ausrichten sollten, damit diese in Zukunft die Position nationaler Kompetenzzentren einnehmen können. Auf Basis der Ergebnisse sollen einwöchige Workshops für die MitarbeiterInnen der Verbände abgehalten werden.
  • Sobald die Partnerverbände als professionelle Anlaufstellen im Gebiet der Sozialarbeit aufgestellt sind, wird die Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Vereinen in den vier Ländern in Angriff genommen. Durch die Vergabe von "Sub-Grants" sollen deren Projekte gefördert werden.
06.03.2017