Kinderbetreuung im Nordosten Brasiliens

Abseits von Kriminalität und dem Drogenmilieu werden rund 130 Straßenkinder in der Kleinstadt Mundaú altersgerecht betreut und auf ein selbstständiges Leben vorbereitet.

Solidarität mit Lateinamerika Oberösterreich unterstützt seit einigen Jahren das soziale Engagement von Erika Weissenböck, die in Brasilien bereits 19 Brunnen und 34 Häuser für obdachlose Familien errichten lies. In Mundaú, im Nordosten des Landes, eröffnete sie ein Sozialzentrum, in dem Straßenkinder tagsüber betreut werden. Die Jüngsten sind erst drei Jahre alt.

Die Pensionistin aus Ried im Innkreis, die früher unter anderem für die Caritas arbeitete, ist seit 1994 in Brasilien aktiv. Ursprünglich war das Zentrum in Mundaú lediglich für 30 Kinder errichtet worden, doch der Bedarf an Betreuungsplätzen war so groß, dass Erika Weissenböck und ihre Kolleginnen das Angebot ausweiteten: Schätzungen zufolge dürfte es in Brasilien etwa 36 Millionen Straßenkinder geben, rund 130 werden nun in dem Tageszentrum beim Lernen unterstützt und auf ein selbstständiges Leben vorbereitet. Sie kochen, gärtnern und werkeln gemeinsam, arbeiten mit Textilien und lernen einen Computer zu bedienen.
22.05.2017