Senkung der Müttersterblichkeit in Afrika

AMREF bildet Gesundheitspersonal in Afrika aus.

In Afrika südlich der Sahara herrscht die höchste Müttersterblichkeit der Welt. Jahr für Jahr sterben 280.000 Frauen während der Schwangerschaft oder der Geburt, weil die medizinische Versorgung nicht gegeben ist. Das Risiko, während der Geburt zu sterben, ist für eine Frau in Afrika mehr als tausend Mal höher als für eine Frau in Europa.

Die Ursachen für schwangerschaftsassoziierte Todesfälle bei den jungen Müttern sind vielfältig: Infektionen, vorzeitige Lösung der Plazenta, intra- und postpartale Blutungen. Komplikationen, die beherrschbar wären, gäbe es geschultes Personal. Infektionen, die verhinderbar wären, wenn hygienische Verhältnisse vorhanden wären.

Schwerpunktmäßig bildet AMREF daher Community health worker aus, die sogenannten Gesundheitshelfer, die in den Gemeinschaften leben und die Patienten zu Hause behandeln und aufklären können, denn nur 20% der medizinischen Versorgung findet in Afrika in Hospitälern statt, da die Wege zu weit und die Behandlung zu teuer ist.

Ein ebensolcher Fokus gilt den Hebammen, deren Ausbildung 18 Monate dauert, und den Clinical Officers, die mit dem in dreijähriger Ausbildungszeit erworbenen medizinischen Basiswissen viele der vor Ort dringend benötigten Aufgaben eines Arztes übernehmen können.

Bisher haben bereits 21 afrikanische Nationen ihre Gesundheitshelfer am einjährigen Diplom-Kurs von AMREF für "community health" teilnehmen lassen, der auch praktische Trainingseinheiten beinhaltet.
 
18.03.2015