Schutzhaus für missbrauchte Mädchen in Honduras

Sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen ist in Honduras weitverbreitet, schon Zwölfjährige werden zur Prostitution gezwungen.

Weniger als 15 Prozent aller ÖsterreicherInnen sind unter 15 Jahre alt; in Honduras sind es noch gut 32 Prozent, auch wenn die Prozentzahl seit Anfang der 1970er kontinuierlich zurückgeht.

Mehr als die Hälfte der Kinder in Honduras lebt unter der Armutsgrenze, 30 Prozent schließen nicht einmal die Grundschule ab. Sie sind gezwungen, zu arbeiten, müssen mithelfen, ihre Familien zu ernähren. Mädchen müssen sich schon früh um ihre jüngeren Geschwister kümmern und den Haushalt führen.

Aus großer Verzweiflung übergeben Eltern in überwiegend ruralen Regionen Honduras ihre minderjährigen Töchter oftmals an Bekannte oder selbsternannte "Arbeitsvermittler", in der Hoffnung, das Leben ihrer Kinder nachhaltig zu verbessern und ihnen eine aussichtsreichere Zukunft zu gewähren.

Doch die Realität sieht meist erschreckend anders aus: nicht selten gelangen die Mädchen so in die Hände Krimineller, werden Opfer kommerzieller sexueller Ausbeutung. Ohne Ausweispapiere werden die Kinder in Abhängigkeit gehalten und zur Prostitution in Bars, Clubs und Hotels gezwungen.

In Kooperation mit dem lokalen Projektpartner Casa Alianza setzt sich die Kindernothilfe Österreich für diese Mädchen ein, bietet ihnen im Rahmen eines Schutzhauses - an einem geheimen Ort in der honduranischen Hauptstadt gelegen - liebevolle Betreuung, medizinische Versorgung und auch eine Ausbildung. Zudem bemüht man sich darum, den Kindern neue Papiere zu beschaffen und ein Strafverfahren gegen ihre früheren Ausbeuter einzuleiten.

Mit einer Spende an dieses Kindernothilfe-Projekt unterstützen Sie die mindestens 150 Mädchen, die mithilfe des Programms Schutz, Betreuung und umfassende Förderung erhalten sollen.
02.08.2017