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Trainings in Landwirtschaft und Viehhaltung

Durch die Teilnahme an Schulungen sollen südsudanesische Flüchtlinge lernen selbstständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.
Kriegerische Auseinandersetzungen, Unruhen und auch Naturkatastrophen führten innerhalb Afrikas zu einer Vielzahl von Flüchtlingen. Das ostafrikanische Binnenland Uganda wurde dabei die neue Heimat von Vertriebenen aus den Nachbarländern Südsudan, Demokratische Republik Kongo, Somalia, Ruanda und Burundi. "Aus dem Südsudan kommen mehr als die Hälfte der über eine Million Flüchtlinge im Land", betont Caritas Wien. Durch die Zuwanderung und damit verbundene Nachfrage an Produkten stiegen im Uganda nach und nach die Lebensmittelpreise und auch die Umwelt hat mit einer vermehrten Belastung zu kämpfen.

In Zusammenarbeit mit ADRAA Landwirtschaftscollege startete Caritas Wien deswegen ein Projekt in zwei Flüchtlingscamps im Nordwesten Ugandas. Ziel des Programmes ist es sowohl die Flüchtlinge als auch die Aufnahmegemeinschaft zu stärken. Die Projektaktivitäten umfassen dabei eine Stipendienvergabe an EinwohnerInnen - insbesondere Frauen -, um ihnen zu ermöglichen an landwirtschaftlichen Schulungen teilzunehmen und sich in Folge selbstständig um ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Die ausgewählten Stipendiaten können Kurse in etwa nachhaltiger Landwirtschaft und Viehhaltung, Wasser- und Bodenschutz, Gartenbau, Aufbau von Baumschulen, Bienenzucht sowie Vermarktungsstrategien landwirtschaftlicher Produkte, bis hin zu Konfliktmanagement, Traumabehandlung sowie Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Anspruch nehmen. Um vor allem junge Frauen zu ermutigen und unterstützen wird auch Kinderbetreuung angeboten.

"Um noch mehr Menschen zu erreichen, bildet das College zusätzlich noch 20 AbsolventInnen als landwirtschaftliche BeraterInnen aus. Ihre landwirtschaftlichen Haushalte dienen als Vorzeigemodell und Lernmöglichkeit für die Bauern und Bäuerinnen in den Dorfgemeinschaften", erklärt Caritas Wien. In Summe sollen 300 Menschen von dem Projekt profitieren.

Das Projekt kann unter dem Verwendungszweck "Hunger-Nothilfe" unterstützt werden.