Bildung statt Kinderarbeit

Die Dreikönigsaktion unterstützt Kinder in Indien bei ihrem Ausstieg aus der Kinderarbeit.

Laut einer Statistik der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2012 sind rund 168 Millionen Kinder weltweit von Kinderarbeit unter schädlichen Bedigungen betroffen. Der Grund dafür ist durchwegs schwere Armut: meist verdienen die Eltern zu wenig und die Kinder müssen zum Einkommen der Familien beitragen, oft sind es auch Straßenkinder, die schlicht auf sich allein gestellt sind.

So komplex die Thematik der Kinderarbeit auch ist, eines ist den Hilfsorganisationen, die sich für diese Kinder einsetzen, klar: es müssen Alternativen geschaffen werden, die Hilfe muss umfassend sein, ein reines Verbot der Kinderarbeit reicht dabei nicht aus.

Das hat auch die Partnerorganisation der Dreikönigskation erkannt: MPSSS, Multipurpose Social Service Society, setzt sich in den Slums von Proddatur im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh für ein besseres Leben der Kinder als Opfer von Kinderarbeit ein. Breitgefächert ist die Unterstützung, die die Organisation für die rund 20.000 arbeitenden Buben und Mädchen und deren Familien in Proddatur bietet.
 
  • Medizinische Versorgung und Betreuung: Die Kinder erhalten eine fürsorgliche Betreuung, jene Buben und Mädchen mit Drogenproblemen (Klebstoffschnüffeln, um dem grausamen Alltag zu entkommen) werden medizinisch versorgt.
  • Schulausbildung: Durch eine Wiedereinschulung, können die Zukunftschancen der Kinder nachhaltig verbessert werden.
  • Einkommen: MPSSS hilft den Eltern bei der Jobsuche, um durch ein besseres Einkommen Kinderarbeit langfristig zu bekämpfen.
  • Aufklärung: Durch Schulungen zu den Themen Gesundheit, Mikrokredite und Förderprogramme des Staates bietet die Organisation Hilfe zur Selbsthilfe.
13.04.2017