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Hilfe für arbeitende Kinder

Das Projekt von Entwicklungshilfeklub möchte 100 Kindern den Ausstieg aus der Kinderarbeit ermöglichen.
Schätzungsweise über 160 Millionen Mädchen und Jungen sind von Kinderarbeit betroffen. Sie arbeiten in Ziegelfabriken, als PlantagenhelferInnen oder in der Teppichherstellung, oft unter sklavenähnlichen Umständen. Durch die Corona-Pandemie nahm die Anzahl der arbeitenden Kinder weltweit nochmals um über acht Millionen zu. Die Gründe dafür liegen vorwiegend in der Armut der Familien. Die wirtschaftliche Not der Eltern in Kombination mit Schulden (Geldleihe für zum Beispiel die Finanzierung von Medikamenten) versetzt die Kinder in diese Zwangslage. Ohne Bildung haben sie jedoch kaum Chancen aus dieser Situation auszubrechen.

In Indien sind die Familien der Dalits sehr stark von Armut und in Folge deren Kinder von Kinderarbeit betroffen. Als Kastenlose und Angehörige von ethnische Minderheiten werden die Dalits mit Niedriglöhnen ausgebeutet. Um Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs überhaupt finanzieren zu können, müssen die Kinder der Dalits schon in frühen Jahren zum Familieneinkommen beitragen. "Damit die Familie überleben kann, arbeiten dann Kinder zwischen 5 und 14 Jahren in der Landwirtschaft, als Hausangestellte, in der Ziegel- oder Schmuckherstellung", hält der Entwicklungshilfeklub fest.

Das Projekt möchte 100 Mädchen und Jungen den Ausstieg aus der Kinderarbeit ermöglichen. Neben der sofortigen Beendigung der Kindersklaverei und der Einschulung in eine staatliche Schule, werden die betroffenen Kinder mit Förderunterricht und durch die Ausstattung mit nötigen Schulmaterialien unterstützt. Zusätzlich wird die finanzielle Not der Familien durch beispielsweise Mikrokredite gelindert, um den Wiedereinstieg der Kinder in die Arbeitswelt zu verhindern. Das Programm soll drei Jahre laufen.

Pro Familie werden 230 Euro pro Jahr benötigt, um die umfassende Unterstützung sichern zu können. Spenden in der Höhe von 19 Euro übernehmen die Projektkosten für einen Monat für eine Familie.