Bildung und Bewegung für die Kinder der Unberührbaren

Die Angehörigen der untersten Kaste stellen zugleich die ärmste Bevölkerungsgruppe Indiens dar.

Die Dalit - Angehörige der untersten Kaste Indiens - werden von Einheimischen auch Unberührbare genannt. Übersetzt bedeutet Dalit in etwa "Unterdrückte" oder "Ausgebeutete". Im ärmsten indischen Bundesstaat - Bihar - gehört ein Großteil der Bevölkerung der Dalit-Kaste an.

Seit Jänner 2012 ermöglicht Sonne International den Kindern der sogenannenten Unberührbaren an drei Standorten in der Region Bihar eine Schulausbildung. Ins Leben gerufen wurde das Projekt 1999 vom österreichischen Arzt Dr. Fridolin Stögermayer, der Sonne im Jahr 2012 sein Schulprojekt anvertraute. Das Hilfsprojekt umfasst aktuell rund 270 begünstigte Schulkinder und acht Waisen, die über eine Ausbildung hinaus auch ein liebevolles Zuhause geboten bekommen.

Die zwischen fünf und 14-jährigen Buben und Mädchen, die an den drei Sonne-Schulen unterrichtet werden, hatten zuvor keine Möglichkeit eine Schulausbildung zu erhalten. Durch Spenden und Patenschaften sowie durch Förderung der Partnerorganisationen, soll den Kindern der ärmsten Bevölkerungsgruppe Indiens auch weiterhin eine Verbesserung ihrer Zukunftschancen gewährt werden.

Neue Schule


Die Sonne-Schulen in Bakrour und Sujata sind bereits seit längerem staatlich anerkannt. Die Grundschule in Basadhi jedoch, verlor aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2013 ihre offizielle Anerkennung, da der Unterricht bislang unter freiem Himmel abgehalten werden musste. Um diese möglichst rasch wieder zu erhalten, wurde ab Jänner 2013 die Errichtung eines neuen Schulgebäudes in Basadhi geplant. Dank SpenderInnen und FördergeberInnen sowie der ehrenamtlichen Planung des Gebäudes durch eine Architektur-Diplomandin an der TU Wien konnte der Rohbau bereits im Dezember 2014 fertiggestellt werden.

Im Zuge der SCHULbelebungsKampagne soll der Betrieb der Schule für 120 Kinder langfristig gesichert werden. Dabei bittet Sonne International speziell um langfristige Unterstützung mittels Patenschaften, um möglichst weit in die Zukunft planen zu können und den Kindern ihren Schulabschluss zu ermöglichen.

Sport und Emanzipation


Weitere Ziele der Projektarbeit in Indien sind Entwicklungsförderung und Konfliktprävention durch ein individuelles Sportprogramm. Neben den rund 270 Schulkindern der Sonne-Schulen, profitieren auch 200 Mädchen der umliegenden Dörfer von dem Sportprojekt. Im Zuge des Programms werden neben dem Sportunterricht auch Schulsportwettkämpfe veranstaltet und Selbstverteidigungskurse angeboten - die mit aufklärerischen Sensibilisierungs-Workshops einhergehen.
12.05.2016