Schulbildung für die Kinder der Garo-Minderheit

Das indigene Volk im Norden Bangladeschs ist von einer enorm hohen Analphabetenrate betroffen. Sonne International betreibt acht Dorfschulen für 377 Kinder der Garo-Minderheit.

Die Kinder der kleinen Volksgruppe der Garo, die im Norden von Bangladesch direkt an der Grenze zu Indien lebt, hatten wegen der abgeschiedenen Lage bis vor kurzem kaum die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Daraus resultierte eine äußerst niedrige Alphabetisierungsrate (18 %) und mangelnde Integration am Arbeitsmarkt.

2010 startete Sonne International mit von fünf Dorfschulen im Distrikt Sherpur, mittlerweile sind es acht Schulen in Jhenaigati im Distrikt Sherpur, die von der Hilfsorganisation Sonne International geführt werden.

Rund 377 Schüler profitieren derzeit von dem Bildungsangebot der Sonne-Schulen und 15 LehrerInnen unterrichten die Kinder. In den Schulen haben die Buben und Mädchen überdies Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und hygienischen sanitären Anlagen.

Weitere Projektarbeiten, falls die notwendigen finanziellen Mittel aufgebracht werden können, sollen etwa der Umbau der renovierungsbedürftigen Schulgebäude, der Ausbau einer weiterführenden Schule, eine mobile Gesundheitsversorgung in abgelegenen Dörfern und Ausbildungsmöglichkeiten sowie Mikrokredite für die benachteiligten Angehörigen der Minderheit sein.
22.03.2017