Schicksalsschläge verarbeiten

Die Burganlage Rappottenstein konnte nie erobert werden. Daher ist sie heutzutage eine der am besten erhaltensten Burgen Österreichs - und ein Zufluchtsort für Familien und Kinder.

Das Projekt "Kinderburg Rappottenstein" entstand 2011 aufgrund einer gemeinsamen Initiative des niederösterreichischen Roten Kreuzes und der Familie Abensperg und Traun. Letztere stellen als BesitzerInnen die Räumlichkeiten für dieses Projekt kostenlos zur Verfügung.

Die "Kinderburg" ist Teil der mittelalterlichen Burg Rappottenstein und liegt im idyllischen Waldviertler Hochland. Im Rahmen dieses Projekts werden Erholungsaufenthalte für Familien mit schwer beziehungsweise chronisch kranken Kindern wie Trauerbegleitung für Familien, die einen Todesfall in der Kernfamilie zu beklagen hatten, angeboten.

Dies ist ein Ort, an dem die gesamte Familie Kraft und Energie tanken, Schicksalsschläge verarbeiten kann und sich auch mit der neuen Lebenssituation auseinandersetzt. Die Familien werden während ihres Aufenthaltes durch ein professionelles Team betreut.

Dieses Projekt findet ganzjährig statt, maximal befinden sich zwei Familien gleichzeitig auf der Burg. Die Aufenthaltsdauer beträgt zwischen eine und drei Wochen. Das Projekt wird überwiegend mit Spenden finanziert, die Familien leisten allenfalls einen Unkostenbeitrag, der den jeweiligen Vermögensverhältnissen angepasst ist.

Tiere als pädagogische Helfer

Sie sind vielleicht die wichtigsten Mitarbeiter im Team der Kinderburg Rappottenstein: die Ziegen, Alpakas und Kaninchen. Die Beschäftigung mit den Tieren schafft eine sichere Atmosphäre, die als "Türöffner" genutzt werden kann. Sie vermitteln den Menschen Trost, Nähe und Geborgenheit, und sind dadurch gerade in schwierigen Lebenssituationen besonders hilfreich.

Der Pferdehof Kurzmann in Pirkenreith unterstützt dieses Projekt ebenfalls, wodurch die tierische Therapeutenschar erweitert werden könnte - allen voran mit "Filou", dem Pony und Liebling der Kinder.
24.05.2017