Wasser in der Trockenzeit

(abgeschlossenes Projekt)

40% der ländlichen Bevölkerung Kambodschas haben in der Trockenzeit keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Von Dezember bis April herrscht in Kambodscha Trockenzeit, in der die Temperatur auf bis zu 40°C steigt. Während diese Monate aufgrund des wenigem Niederschlags als Reisezeit gerne empfohlen werden, leidet ein großer Anteil der Bevölkerung Kambodschas verstärkt unter den Folgen des trockenen Klimas.

Wenn es im Jänner, Februar und März nur durchschnittlich einen Tag regnet, fehlt es insbesondere in ländlichen Regionen an sauberem Wasser. In abgelegenen Dörfern haben laut Angaben der Unicef nur 61,5% Zugang zu verbesserten Trinkwasseranlagen, weshalb die Familien auf Regenwasser angewiesen sind.

2005 wurden durch den Entwicklungshilfeklub und das deutsche Entwicklungsministerium 474 Regenwassertanks für Familien in elf Dörfern im Bezirk Rovieng errichtet. Seither haben rund 2.200 Dorfbewohner auch während der Trockenzeit ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung.

"Die Familien sind sehr froh über den Bau der Regenwassertanks. Endlich haben sie auch während der Trockenzeit sauberes Wasser zu trinken und müssen sich keine Sorgen mehr wegen Krankheiten machen, die von verschmutztem Wasser ausgehen. Da die Wartung der Tanks aber manchmal die Kapazitäten der armen Familien übersteigt, möchten wir die schon seit Jahren in Funktion stehenden Tanks und Wassersysteme umfassend warten, um die Qualität des Wassers sicherzustellen", so der Projektleiter Muy Kroem der Partnerorganisation Sorya Cambodia.

Der Entwicklungshilfeklub wird gemeinsam mit dem Projektträger Sorya Cambodia eine professionelle Wartung der 474 Wassertanks als auch Workshops für die Familien ermöglichen. Die Wartung wird in 26 Werktagen durch einen Handwerker durchgeführt. Im Zuge der Workshops, die von dem Projektleiter Muy Kroem abgehalten werden, wird den Familien wichtiges Wissen über Hygiene, Krankheitsentstehung und die Wartung der Tanks und Filter vermittelt.

Für Seminarunterlagen, Gehälter und notwendiges Werkzeug bittet der Entwicklungshilfeklub um 1.270 Euro.
19.05.2015