Sauberes Trinkwasser in Sri Lanka

Mehr als zwei Millionen Menschen in Sri Lanka haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, mindestens 20.000 BewohnerInnen der nördlichen Provinzen starben bereits an den Folgen der Nutzung verseuchten Trinkwassers.

Sri Lanka umfasst mit einer Fläche von 65.610 km2 rund drei Viertel der Fläche Österreichs. Während die Trinkwasserversorgung in den städtischen Gebieten und rund um die Hauptstadt des kleinen Inselstaates recht gut ist, ist die Versorgungslage in ländlichen Gebieten, insbesondere im äußeren Norden und Osten, eher schlecht. Rund 10% der sri-lankischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Durch die Nutzung chemischer Pflanzenschutzmittel - und die dadurch bedingte Trinkwasserverseuchung - sind Tausende Menschen von Nierenerkrankungen betroffen, mindestens 20.000 BewohnerInnen nördlicher Provinzen kamen infolgedessen bereits ums Leben.

Um diesem Verlauf entgegenzuwirken, setzt sich die lokale "Swarna Hansa Foundation" bereits seit über 40 Jahren für eine Verbesserung der Trinkwassersituation in ruralen Gebieten ein. Neben der Errichtung von Brunnen, sorgt sich der Verein insbesondere auch um die Bereitstellung von Wasserfiltern und Schulungen für in der Landwirtschaft tätige Personen und verbreitet so auch den Nutzen natürlicher Pflanzenschutzmittel.

Im Zuge des aktuellen Projekts wird den BewohnerInnen zweier besonders abgelegener Dörfer im Nordosten Sri Lanka im Distrikt Polonnaruwa durch den Einsatz von Wasserfiltern Zugang zu sauberem Wasser gewährt; seit 2006 konnten so bereits über 2.400 Familien unterstützt werden.

Die sogenannten Pinthaly-Filter sind leicht anzuwenden und für den täglichen Gebrauch gut geeignet. Im Rahmen einer kurzen Einschulung erlernen die DorfbewohnerInnen wie sie die Filter vor dem Einsetzen mit Sand, zerkleinerten Ziegeln und Aktivkohle befüllen und so Zugang zu sauberem und gesundem Wasser erhalten.

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt das Hilfsprojekt. Für die Tonfilter für 100 bedürftige Familien sri-lankischer Dörfer werden insgesamt 3.800 Euro benötigt.
06.08.2019