Weiterbildung für serbische LandwirtInnen

Der Samariterbund organisiert Schulungen für Kleinbauern- und bäuerinnen, die vermehrt mit den Auswirkungen der Globalisierung konfrontiert sind: Land-Grabbing wird für viele zur Bedrohung.

Anhaltende Regenfälle führten im Mai 2014 zum schlimmsten Hochwasser am Balkan seit 120 Jahren, am ärgsten erwischte es Bosnien-Herzegowina und Serbien. 1,6 Millionen Menschen waren vom Hochwasser betroffen. Der Samariterbund hat in der zentralserbischen Gemeinde Ljig beim Wiederaufbau der Landwirtschaft unterstützt: 350 Familien erhielten im Rahmen des Projekts Saatgut, Setzlinge, Dünger und Viehfutter. Zerstörte Geräte und Glashäuser wurden ersetzt.

Auf dieses Projekt aufbauend, organisiert der Samariterbund nun Schulungen für 100 Kleinbauern und -bäuerinnen in der Ortschaft Šabac, Region Šumadija. Hier, im Westen Serbiens, leiden die LandwirtInnen unter den schwankenden Preisen für ihre Produkte und unter Land-Grabbing durch große Agrarkonzerne. Die Menschen sind meist arm und haben kaum Zugang zu Weiterbildung. Während dieses Trainingsprogramms lernen sie, wie man Businesspläne für Kleinbetriebe erstellt und es wird Wissen über Land-Grabbing sowie biologische Landwirtschaft vermittelt.

Die TeilnehmerInnen können sich einer neugegründeten Sozialkooperative anschließen, die den gemeinsamen Auftritt und die Produktvertrieb übernimmt. Der Verband besitzt zudem Dörrgeräte, die von den Mitgliedern genutzt werden können.
30.12.2016