Schulbildung für saharauische Flüchtlingskinder

Rund 4.500 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus Westsahara sollen eine Grundschule besuchen. Zuvor müssen allerdings erst LehrerInnen ausgebildet werden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreich (ASBÖ) leistet schon seit vielen Jahren humanitäre Hilfe in den Flüchtlingslagern im Westen Algeriens. Über 100.000 Saharauis mussten seit den 1970ern aus dem von Marokko besetzten Westsahara fliehen. Sie leben vor allem in Camps rund um die Wüstenstadt Tindouf. Zuvor hatte der ASBÖ unter anderem Pflegematerialien für Minenopfer wie auch Physiotherapiestunden für Kinder mit Behinderung und Minenopfer organisiert.

Erstes Ziel des aktuellen Projekts ist es, GrundschullehrerInnen in den Flüchtlingslagern aus- bzw. weiterzubilden. ExpertInnen der Pädagogischen Hochschule Wien werden nach Algerien reisen, um mit den künftigen LehrerInnen Unterrichtsmaterialien zu erstellen und um sie bei ihrer Ausbildung zu unterstützen. Insgesamt leben 4.500 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in den Camps, die von diesem Projekt profitieren werden.
02.01.2017