Nothilfe für geflüchtete Rohingya

Flüchtlingscamps im Bezirk Cox' Bazar in Bangladesch sind in kürzester Zeit um 800.000 Menschen angewachsen. Grund dafür ist ein ethnischer Konflikt im benachbarten Myanmar.

Die ethnische Minderheit der Rohingya, die hauptsächlich im Rakhaing-Staat zu Hause ist, lebt seit der Unabhängigkeit Myanmars 1948 in ständiger Ausgrenzung. Immer wieder wurden und werden sie Opfer menschenrechtlicher Vergehen, aber auch tödliche Anschläge und Gewalttaten sind nicht selten.

Nicht nur, dass die Rohingya bis heute nicht als offizielle Minderheit anerkannt sind; ihre Angehörigen erhalten keine Staatsbürgerschaft, für den myanmarischen Staat sind sie lediglich bengalische MigrantInnen. Die Mehrheit der Rohingya sind sunnitische MuslimInnen, die Bevölkerung Myanmars aber zu über 82 Prozent buddhistischen Glaubens.

Seit Herbst 2016 hat die Zahl der Übergriffe gegen Angehörige der Rohingya wieder stark zugenommen, viele Menschen flüchteten im letzten Jahr ins benachbarte Bangladesch. Ende August 2017 griffen Rohingya-Aktivisten eine Polizei- und Militärstation an. Die Gegenschläge des Staates, aber auch der Zivilbevölkerung, waren derart brutal, dass bis November desselben Jahres über 600.000 Menschen über die Grenze nach Bangladesch flohen. Mehr dazu erfahren Sie im Spendeninfo-Bericht "Der Exodus der Rohingya" vom Oktober 2017.

World Vision unterstützt Partnerorganisationen (wie das UN-Welternährungsprogramm WFP) in den Flüchtlingslagern von Cox' Bazar, dem bangladeschischen Bezirk an der Grenze zu Myanmar, in den sich die meisten Rohingya mittlerweile retten konnten. Die Zustände in den Camps sind katastrophal, es fehlt an allem: trockenen Unterkünften und sanitären Anlagen, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln, sauberem Trinkwasser und geschützten Aufenthaltsorten für Kinder.

Eine Spende an dieses Hilfsprojekt von World Vision ermöglicht das Verteilen von Lebensmitteln, eine verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Bau von Kinderschutzzentren. Alleinstehende Schwangere und Mütter sowie ältere Menschen werden bevorzugt unterstützt.
08.11.2017