Psychologische Betreuung für traumatisierte Frauen und Kinder

(abgeschlossenes Projekt)

Mittellose Frauen und Kinder als Opfer von Gewalt und Unterdrückung erhalten durch das Projekt in Nicaragua psychologische Betreuung.

Aus dem Spanischen stammend - "macho" für das männliche Tier - beschreibt der Machismo den ideologischen Glauben an die Überlegenheit der Männer. Obwohl Schutz und Gleichberechtigung der Frauen in Nicaragua seit 2012 gesetzlich festgelegt sind, sieht die Realität - insbesondere in ländlichen Regionen - meist anders aus.

"Der Machismo ist in Nicaragua in den Köpfen der Menschen fest verankert. Männer glauben, Frauen wären ihr Eigentum und sie hätten das Recht, über ihr Leben zu entscheiden, mit Unterdrückung, sexueller Gewalt und Verweigerung der Unterhaltszahlungen. Aufgrund von Gewohnheit und Erziehung wird das von den Frauen und Jugendlichen selbst toleriert", beschreibt die Psychologin der Organisation MIRIAM, Claudia Lopez Medina, den Alltag vieler Frauen im zentralamerikanischen Staat.

Bereits seit über zehn Jahren, setzt sich der Verein MIRIAM für die umfassende Förderung von Frauen in Nicaragua ein. Die weitreichende Unterstützung umfasst psychologische Betreuung, Rechtsberatung, Grundschulbildung und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen. Die Psychologinnen und Anwältinnen der lokalen Hilfsorganisation halten laufend Vorträge und bieten Workshops in abgelegene Regionen Nicaraguas, in denen sie die Bevölkerung unter anderem über die Gesetzeslage aufklären und ihnen ihre Rechte aufzeigen.

In sechs ländlichen Gemeinden in Chinandega und Achuapa, im Nordwesten des Landes unweit der Grenze zu Honduras, sollen die Frauen nun ebenfalls von dem Angebot des Vereins profitieren; der Entwicklungshilfeklub wurde gebeten dieses Projekt für drei Jahre - von 2015 bis 2017 - zu unterstützen.

Mit 3.000 Euro für ein Jahr, können 2.400 psychologische Betreuungen und 180 Workshops zur Gewaltprävention für traumatisierte Frauen und Kinder in Nicaragua ermöglicht werden.
01.09.2016