Le+O: Lebensmittel und Orientierungsberatung

Seit 2009 unterstützt das Projekt der Caritas Wien armutsbetroffene Haushalte durch die Ausgabe von Lebensmitteln und kostenlose Beratung.

Lebensmittel sind teuer. Im Schnitt geben laut einer Konsumerhebung der Stadt Wien (2014/2015) ÖsterreicherInnen rund 350 Euro monatlich für Nahrungsmittel aus. Für armutsbetroffene Haushalte stellen diese Ausgaben oft eine finanzielle Belastung dar. Denn allein in Wien sind 352.000 Menschen von Armut betroffen und auf Hilfe angewiesen.

Das Projekt Le+O der Caritas Wien in Kooperation mit Pfarren in Wien und Niederösterreich setzt genau bei diesem Problem an. Die seit 2009 laufende Initiative hilft anhand der Ausgabe von Lebensmitteln und zusätzlicher individueller und kostenloser Beratungs- und  Orientierungsangebote armutsbetroffenen Menschen. Personen mit niedrigem Einkommen erhalten dabei einmal pro Woche in einer der 17 Ausgabestellen (siehe Karte) Lebensmittel zu einem Betrag von 3,80 Euro. Obst und Gemüse, Reis, Teigwaren, Konserven, Brot und weitere Nahrungsmittel werden dabei von freiwilligen MitarbeiterInnen verteilt.

Voraussetzung für den Einkauf im Markt der Caritas Wien ist eine Le+O-Karte, die beim ersten Besuch beantragt werden kann. Zusätzlich besteht eine Einkommensgrenze, die der Armutsgefährdungsschwelle entspricht (1.259€ monatlich für einen Einpersonenhaushalt - Stand 2018).

Neben der Essensausgabe besteht für Betroffene auch die Möglichkeit sich in Bezug auf finanzielle Notlagen, Arbeitslosigkeit und dergleichen von SozialarbeiterInnen der Caritas Wien beraten zu lassen. Seit dem Start konnte schon 32.000 Menschen durch dieses Angebot geholfen werden.

Neben Sach- und Geldspenden ist das Projekt fortlaufend auf freiwillige MitarbeiterInnen angewiesen.
30.08.2019