Jause für 7.500 Schüler in Uganda

Kinder in 30 staatlichen Schulen werden von Kindern eine Chance mit Porridge versorgt.

In Österreich ist es schwer vorstellbar, dass ein Lehrer unentschuldigt dem Unterricht fernbleibt. Es ist maximal der Traum einiger Schüler. In Uganda ist das aber Alltag. Und wenn kein Lehrer da ist, bleiben auch die Kinder dem Unterricht fern.

Seit 2011 arbeitet Kindern eine Chance eng mit den ugandischen Schulbehörden zusammen. Die österreichische Hilfsorganisation versorgt mittlerweile 30 staatliche Schulen mit einer täglichen warmen Mahlzeit: die Schulen bekommen Maismehl für Porridge geliefert. 7.500 Schulkinder werden mit dem Porridge-Programm erreicht. 29.869 kg Mais lieferten die Mitarbeiter von Kindern eine Chance im Jahr 2014 an die Schulen im Porridge-Programm.

Im Gegenzug für das Maismehl gewähren die Schulen Kindern eine Chance Einblick in die Anwesenheitsbücher und die Vorbereitungsunterlagen des Lehrpersonals. Die Schul-Behörden können das kaum kontrollieren; es fehlt ihnen an Mitarbeitern, Fahrzeugen und Benzingeld.

Resümee von Kindern eine Chance: "Die staatlichen Schulen richten sich genau an jene Kinder, die auch wir unterstützen: die Bedürftigsten. Denn all jene, deren Eltern zumindest ein wenig Geld haben, werden in teurere Privatschulen geschickt. Indem wir die staatlichen Schulen in ihrer Qualität verbessern, verbessern wir auch die Chancen vieler Kinder."

Weitere 20 Schulen befinden sich im sogenannten "Monitoring" Programm, in dem die Arbeit kontrolliert und erst nach einer erfolgreichen Beobachtungsphase die Aufnahme ins Porridge Programm erfolgt.
24.08.2016