Philippinen: Hilfe nach Taifun Hagupit

Nur ein Jahr nach dem verheerenden Taifun Haiyan traf Wirbelsturm Hagupit erneut die Inseln Samar und Leyte.

Ein Unglück kommt selten allein, weiß der Volksmund. Ein Jahr nach dem verheerenden Taifun Haiyan traf im Dezember 2014 Taifun Hagupit die Philippinen. Besonders betroffen waren wieder die Inseln Samar und Leyte in der zentralen Inselgruppe der Visayas.

Haiyan hatte 6.000 Menschenleben gefordert, diesmal kam der Inselstaat glimpflicher davon. Was auch an den Lehren lag, die aus der Katastrophe im Jahr 2013 gezogen worden waren: mehr als 1,7 Millionen Menschen waren rechtzeitig vor dem Sturm evakuiert worden.

Dennoch zog auch Hagupit eine Spur der Verwüstung. In Ost-Samar haben Wind und Wellen nach ersten Schätzungen bis zu 60 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt. Insgesamt sind 2,2 Millionen Menschen von den Folgen des Taifuns betroffen.

Dank ihres Netzwerks lokaler Partner war die Diakonie Katastrophenhilfe nach Hagupit sofort zur Stelle, um auf die erneute Katastrophe schnell und effektiv zu reagieren. Rund 70.000 Menschen haben die Einsatzkräfte, unterstützt von freiwilligen HelferInnen, mit der Soforthilfe erreicht.

Projekt "Wiederaufbau von katastrophenresistentem Wohnraum"

Im Mai 2015 hat der philippinische Projektpartner Citizens' Disaster Response Center (CDRC) mit dem Neubau beziehungsweise der Renovierung von 300 Häusern auf der Insel Leyte begonnen. Familien mit älteren, chronisch kranken oder behinderten Angehörigen sowie Alleinerziehende werden bei der Unterstützung berücksichtigt. CDRC schult Arbeiter und Handwerker aus der Umgebung in katastrophensicheren Bautechniken. Dieses Fachwissen wird in Zukunft verstärkt von Nutzen sein, weshalb die HausbewohnerInnen aktiv im Wiederaufbau miteingebunden sind.

Projekt "Early Recovery nach Taifun Haiyan"

Im November 2013 verwüstete Taifun Haiyan große Teile des Landes. Ackerflächen und Plantagen wurden zerstört, Bäume komplett entwurzelt. Damit betroffene Menschen nicht mehr von Lebensmittellieferungen abhänging sind, verteilte CDRC – kofinanziert durch Nachbar in Not – Gemüsesaatgut an 5.000 und Reissaatgut an 1.000 Familien sowie neue Fischernetze an 100 Fischer. Darüber hinaus wurden beschädigte Fischerboote repariert. Für viele Menschen waren die Naturkatastrophe und die Zeit danach psychisch stark belastend, weshalb CDRC regelmäßig Gruppenaktivitäten organisiert, damit sich Betroffene austauschen können.

Spendenhinweis

Wenn Sie die Wiederaufbau-Programme der Diakonie Katastrophenhilfe auf den Philippinen unterstützen möchten, richten Sie Ihre Spende an das untenstehende Spendenkonto und geben Sie den Verwendungszweck "Allgemeine Unterstützung Katastrophenhilfe" an. Die Organisation verteilt die Spendeneinnahmen nach Bedarf.
16.03.2017