Option für die Armen

Die FranziskanerInnen stehen hinter dem theologischen Konzept der "Option für die Armen", helfen dort, "wo die Not am größten ist".

Das Hilfswerk des Franziskanerordens Franz Hilf setzt sich mittels konkreter lokaler Projekte für die ärmsten Menschen ein. Die Projektarbeit profitiert stark vom Wissen und Verständnis der Projektpartner vor Ort, der FranziskanerInnen, die "direkt mit den Armen leben".

Die Einsatzgebiete der Franziskanerinnen und Franziskaner verteilen sich über den gesamten Globus, der Schwerpunkt liegt auf sozialkaritativen Projekten in Mittel- und Osteuropa. 2018 lagen so etwa 52 der unterstützten Projekte in der Ukraine, 95% der Vereinsarbeit hatte einen sozialkaritativen Charakter, 5% einen pastoralen.

Spenden an Franz Hilf kommen nach Angaben des Vereins direkt bei den Bedürftigen an. Grund dafür: "Durch den Einsatz der vielen Franziskanerinnen und Franziskaner ist es uns möglich, den Verwaltungsaufwand gering zu halten." (2018 lagen die Verwaltungsausgaben bei rund 4% der Gesamteinnahmen, siehe NGO-Portrait von Franz Hilf)

Unterhalb finden Sie einige Beispielprojekte von Franz Hilf, projektbezogene Spenden sind hingegen nicht möglich.

"Zuflucht für Mütter und ihre Kinder" in Rumänien

Häusliche Gewalt ist in vielen Haushalten Rumäniens noch weit verbreitet. Um vor allem schwangeren jungen Frauen und jungen Müttern einen Zufluchtsort bieten zu können, betreiben Franziskanerinnen in Árkos ein kleines Frauenhaus. "Zurzeit leben dort fünf Frauen mit ihren Kindern. Die Jüngste ist 14 Jahre alt.", beschreibt Franz Hilf die Situation.

Die hilfesuchenden Frauen erhalten neben einer Wohnmöglichkeit auch zum Beispiel Kleidung, Nahrung, wichtige Medikamente und werden in Bezug auf Schulbesuch und Ausbildung unterstützt.

"Träume spinnen" in Bolivien

Cochabamba zählt zu den größten Städten Boliviens. Viele dort angesiedelte Familien leben in Armut. Obwohl die Eltern stundenlang auf dem Bau oder dem Markt arbeiten, reicht der Verdienst kaum für Nahrungsmittel aus. Sowohl Erwachsene als auch Kinder haben dadurch mit quälendem Hunger zu kämpfen. Zudem ist die Wohnsituation katastrophal. Sie leben in alten Baracken, ohne Strom oder Müllabfuhr.

Im Tagesheim "Träume spinnen" der Franziskanerinnen finden insgesamt 67 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis achtzehn Jahren nicht nur angemessene Betreuung. Es ist ein sicherer Ort für die Kinder, ohne Gewalt und Gefahren von der Straße. Zusätzlich können sich die betreuten Kinder duschen, erhalten eine medizinische Versorgung und nahrhafte Mahlzeiten.

Damit die Franziskanerinnen das Tagesheim auch weiterhin betreiben können, bittet Pater Anselmo um Spenden.

"Ein Brunnen für Ototo" in Kongo

Wasser ist in vielen Teilen der Welt ein rares und sehr kostbares Gut. Auch im afrikanischen Ototo, Kongo, ist sauberes Trinkwasser kaum vorhanden - vor allem im Krankenhaus wird sauberes Wasser für die PatientInnen benötigt. Der Bau eines Brunnes soll die Situation nun verbessern. Sowohl das Krankenhaus, als auch Schulkinder würden von dem Projekt profitieren.

Schwester Marie in Ototo bitten daher um Unterstützung, um die Gemeinde im Zentrum des Landes mit Trinkwasser versorgen zu können.

"Schule oder Haushalt" in Indien

Unzählige Kinder in Indien können aufgrund der herrschenden Armut im Land keine Schule besuchen. Sie müssen hingegen in Fabriken arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen oder werden für die Arbeiten im Haushalt von der Schule ferngehalten. Vor allem Mädchen trifft das letztere Schicksal. Die Folgen: Durch das Fehlen einer Schulbildung können sie dem Kreislauf der Armut kaum entkommen.

Um den Mädchen eine Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen wurde durch Franziskanerinnen ein kleines Internat in Kandakhar errichtet. SchülerInnen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren erhalten hier neben einer Schulbildung auch eine Wohnmöglichkeit, um die Schule täglich besuchen zu können.

Doch es fehlt noch wichtiges Inventar wie Betten, Tische oder eine Solarlichtanlage. Für die Ausstattung der Räume bittet Schwester Fatima deshalb um Hilfe.
20.08.2019