Option für die Armen

Die FranziskanerInnen stehen hinter dem theologischen Konzept der "Option für die Armen", helfen dort, "wo die Not am größten ist".

Das Hilfswerk des Franziskanerordens Franz Hilf setzt sich mittels konkreter lokaler Projekte für die ärmsten Menschen ein. Die Projektarbeit profitiert stark vom Wissen und Verständnis der Projektpartner vor Ort, der FranziskanerInnen, die "direkt mit den Armen leben".

Die Einsatzgebiete der Franziskanerinnen und Franziskaner verteilen sich über den gesamten Globus, der Schwerpunkt liegt auf sozialkaritativen Projekten in Mittel- und Osteuropa. 2016 lagen so etwa 50% der unterstützten Projekte in der Ukraine, 85% der Vereinsarbeit hatte einen sozialkaritativen Charakter, 15% einen pastoralen.

Spenden an Franz Hilf kommen nach Angaben des Vereins direkt bei den Bedürftigen an. Grund dafür: "Durch den Einsatz der vielen Franziskanerinnen und Franziskaner ist es uns möglich, den Verwaltungsaufwand gering zu halten." (2016 lagen die Verwaltungsausgaben bei rund 4% der Gesamteinnahmen, siehe NGO-Portrait von Franz Hilf)

Unterhalb finden Sie einige Beispielprojekte von Franz Hilf, projektbezogene Spenden sind hingegen nicht möglich.

"Wärme und Fürsorge" in der Ukraine

Die westukrainische Stadt Ternopil ist Wallfahrtsort und zugleich Klosterstadt der Franziskaner. Hier kümmern sich die Ordensleute um die Versorgung von bis zu 60 bedürftigen Menschen am Tag mit Suppe und Brot.

Großteils Alte, aber auch arme Familien profitieren von der Suppenküche der Franziskaner in Ternopil. Die warme Mahlzeit, beschreibt Franz Hilf, sei für die Meisten "das einzige, was sie täglich zu essen bekommen".

Da sich die wirtschaftlichen und politischen Umstände in der Ukraine zusehends verhärten, sind auch die Franziskaner in Ternopil vermehrt auf Hilfe angewiesen. Damit sie ihre Suppenküche für Bedürftige auch weiterhin betreiben können, sind die dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

"In sicherer Ort" in Brasilien

Im Hort der Franziskanerinnen in Pirassununga im Bundesstaat São Paulo bekommen Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren nicht nur angemessene Betreuung. Es ist ein sicherer Ort für die rund 120 Kinder, deren Eltern - meist alleinerziehen Mütter - sich nicht ausreichend um sie kümmern können.

Die Kleinen erhalten eine warme Mahlzeit und werden medizinisch und psychologisch betreut. Damit die Franziskanerinnen den Kinderhort auch weiterhin betreiben können, bittet die Leiterin Schwester Inês um spenden.

"Ein Brunnen für Wattan" in Burkina Faso

Es ist ein geläufiges EZA-Projekt nach dem Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe: der Bau von Brunnen und die Gründung von Brunnen-Komitees bestehend aus DorfbewohnerInnen, die sich langfristig um die Wartung des Brunnens kümmern.

Die Franziskanerinnen in Burkina Faso wurden um Unterstützung gebeten, denn der 700-Seelenort Wattan verfügt über keine Trinkwasserquelle. Die BewohnerInnen sind gezwungen, auf das verschmutzte Wasser aus den Teichen zurückzugreifen - die gesundheitlichen Folgen sind fatal.

Schwester Fidèlia hat die Planung des Brunnens übernommen, ein Brunnenkomitee wurde bereits gegründet. Nun fehlen noch die finanziellen Mittel für die Grabungsarbeiten, die Handpumpe und die Zementierung. Durch eine Spende an Franz Hilf kann die Arbeit der Franziskanerinnen in Watta unterstützt werden.

"Die Rechte der Kinder" in Indien

Unzählige Kinder leben in Indien auf der Straße, Schätzungen von Hilfsorganisationen zufolge bis zu 20 Millionen. Hilfsorganisationen befassen sich mehrheitlich mit der Stärkung der Rechte dieser und sorgen für den Schutz und die Betreuung der auf der Straße lebenden Kinder. So auch die Franziskanerinnen in der südindischen Millionenstadt Chennai.

Franz Hilf unterstützt die Arbeit der Schwestern, die bisher etwa die Aufstellung einer Art Kinderschutzverordnung sowie die Errichtung einer Kinderkrippe umfasst. 150 Mädchen und Buben erhalten hier angemessene Betreuung, anstatt den Gefahren auf der Straße ausgeliefert zu sein.
08.11.2017