Irak

Die Situation, militärisch wie politisch, im Norden des Iraks ist unübersichtlich. Nur eines ist klar: hunderttausende Flüchtlinge brauchen Hilfe.

Im Nordirak sind bereits hunderttausende Menschen auf der Flucht vor gewalttätigen Konflikten und islamistischen Gruppen. Mehr als eine halbe Million Menschen sind in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ihre Lebensumstände sind katastrophal – es fehlt an medizinischer Versorgung, Grundnahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser. Die Auffanglager in der nördlichen Region Dahuk sind hoffnungslos überfüllt, zahlreiche Menschen sind in öffentlichen Gebäuden wie Schulen notdürftig untergebracht.

Mehr als 4.000 freiwillige und hauptberufliche HelferInnen des Irakischen Roten Halbmonds sind im Einsatz, um die Flüchtlinge zu unterstützen. Rund 100.000 Menschen haben bereits Nahrungsmittelpakete, Hygienegüter und Zelte erhalten. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat seine Tätigkeit ausgeweitet und versorgt Krankenhäuser und Erste Hilfe Zentren mit dringend benötigten Medikamenten. Psychosoziale Unterstützung für die traumatisierten Flüchtlinge ist ein weiterer Schwerpunkt.

25.000 Euro hat das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) bereits zur Verfügung gestellt, wobei Werner Kerschbaum, Generalsekratär des ÖRK betont: "Das ist ein erster Schritt. Wir hoffen natürlich, dass viele Menschen unserem Spendenaufruf folgen. Was sich derzeit abspielt, ist eine Flüchtlingstragödie, der man nicht tatenlos zusehen darf."
01.10.2014