Ökologischer Anbau im Kampf gegen Hunger

(abgeschlossenes Projekt)

Durch ausbleibende landwirtschaftliche Erträge droht die Hungersnot in Morogoro,Tansania.

Die Vereinigte Republik Tansania ist bekannt für ihre atemberaubende Landschaft: die Serengeti, der Kilimandscharo, Afrikas größte Seen. Hinter den bunten Naturkulissen herrscht jedoch weit verbreitete Armut, Hunger und Not, Tansania ist eines der ärmsten Länder Afrikas:
Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in Tansania 53 Jahre - Österreich: 81 Jahre -, auf 100.000 Einwohner kommen nur zwei Ärzte - Österreich: 497 Ärzte -, die Kindersterblichkeit bis zu fünf Jahren beträgt 92 von 1.000 - Österreich: 4 von 1.000.

Mehr als drei Viertel der tansanischen Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Für die Kleinbauern ist es schwer, über die Runden zu kommen und ihren Familien ausreichend Nahrung zu bieten. Seit Jahren kämpft man bereits mit ausgelaugten Böden, nährstoffarmer Erde und ausbleibenden Erträgen. Die Ernährungssicherheit von rund 34,5 Millionen Tansaniern, die von landwirtschaftlichen Tätigkeiten leben, ist aufgrund der immer karger werdenden Ernteerträge stark gefährdet.

Aufgrund der, durch den jahrelangen Einsatz von chemischen Düngemitteln, ausgelaugten Agrarflächen und der stark gefährdeten Existenzsicherheit von tausenden Tansaniern, bietet die lokale Hilfsorganisation Sustainable Agriculture Tanzania (SAT)unter ihrem aus Vorarlberg stammenden Leiter Alexander Wostry und unter Mithilfe des Entwicklungshilfeklubs den Kleinbauern in der Region Morogoro nachhaltige Unterstützung.

Den Kleinbauern und -bäuerinnen wird im Zuge der Hilfsleistungen von SAT Wissen über ökologische Anbaumethoden vermittelt und wie sie dieses am besten umsetzen. Durch den Umstieg auf eine biologische Landwirtschaft wird die Natur nachhaltig geschont und der Nährstoffwert der Böden wird sich folglich regulieren und für höhere Erträge sorgen. Im Schulungszentrum von SAT können insgesamt 930 Personen an wöchentlichen Schulungen über nachhaltige ökologische Landwirtschaft teilnehmen und erhalten die Möglichkeit spezifische Kenntnisse über Lebensmittelverarbeitung und Nutztierhaltung zu erlernen.

Die Gesamtkosten für Schulungen mitsamt der Unterrichtsmaterialien und dem Honorar für Schulungsleiter betragen für die 930 Bäuerinnen und Bauern aus Morogoro 19.640 Euro. Auf sechs Mikros aufgeteilt ergibt das je 3.273 Euro.
01.10.2014