Nothilfe Äthiopien

Dürre und Missernte bedrohen 8,5 Millionen Menschenleben.

Äthiopien hat permanent Hunger, in etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. Dürre und Missernte verschlimmerten die Situation seit 2015 dramatisch. Die Behörden des Landes schätzen mittlerweile über zehn Millionen betroffene Menschen.

Menschen für Menschen startete daher 2015 mit dem Nothilfe-Projekt für die am meisten betroffenen Regionen. Konkret wurden ab November 2015 Nahrungsmittel für rund 32.500 Menschen bereitgestellt. Besonders schlimm war und ist die Lage in Agarfa, etwas südlich von Addis Abeba gelegen, auf diese Region fokussiert sich die Lebensmittelhilfe des Vereins. In den eigentlichen Projektgebieten von Menschen für Menschen in Äthiopien hat sich die Lage zwar auch verschlechtert, aber nicht so dramatisch wie in Agarfa.

Die Äthiopienhilfe Karlheinz Böhms verteilt Lebensmittelpakete, die sich nach der Empfehlung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen richten: 15 kg Getreide, 0,45 kg Speiseöl, 1,5 kg Hülsenfrüchte und 4,5 kg Nahrungsergänzungsmittel für Kleinkinder, stille Mütter und schwangere Frauen pro Person und Monat.

Jede Familie, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen ist, wird registriert und erhält eine Lebensmittelkarte. Der Erhalt der Pakete ist mit Unterschrift oder Fingerabdruck zu bestätigen.

ZIB-Beitrag: "Menschen für Menschen"-Nothilfe in Äthiopien (2015)

Aktuelle Lage in Äthiopien

Obwohl sich die Zahl jener, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, 2016 von 10 Millionen kurzfristig auf 5,6 Millionen Menschen verringerte, musste 2017 wieder ein drastischer Anstieg verzeichnet werden: Im August dieses Jahres meldeten die Vereinten Nationen, dass rund 8,5 Millionen ÄthiopierInnen dringend Hilfe benötigen.

Insgesamt konnte Menschen für Menschen bereits 1,7 Millionen Betroffene mit Nahrungsmitteln helfen. Mit einer Spende von 15 Euro kann bspw. eine Person im Gemüseanbau geschult werden und erhält darüber hinaus Saatgut.
03.11.2017