Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit

Um die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit in abgelegenen Dörfern Ghanas zu reduzieren, unterstützt der Entwicklungshilfeklub die Betreuung und Versorgung von 2.500 Schwangeren.

Die Upper East Region Ghanas gehört zu den ärmsten und abgeschiedensten Gebieten des Landes, die Gesundheitsversorgung ist in keiner anderen Region des westafrikanischen Staates schlechter. Lange Wege zu den wenigen Gesundheitseinrichtungen im Nordosten des Landes bedingen nicht zuletzt eine bedrückend hohe Mütter- und Kindersterblichkeit, denn die Mehrheit der schwangeren Mütter in diesem Gebiet muss ihr Kind ohne jegliche medizinische Versorgung alleine zu Hause zur Welt bringen.

Die lokale Organisation Participatory Action for Rural Development Alternatives (PARDA) wird seit einigen Jahren von Oxfam, der langjährigen Partner-Organisation des Entwicklungshilfeklubs, unterstützt. PARDA verfolgt dabei die Strategie, die ganze Gemeinde miteinzubeziehen, um das Verantwortungsbewusstsein der Dorfgemeinschaft zu erhöhen und über Mütter- und Kindersterblichkeit aufzuklären.

Der Entwicklungshilfeklub möchte sich an der Unterstützung von insgesamt 2.500 schwangeren Frauen in sechs Dörfern beteiligen. Pro Dorf wird folgende Hilfe geleistet:
  • Zwei Hebammen und zehn Gesundheitshelferinnen werden ausgebildet,
  • Beratung und Aufklärung vor der Geburt sowie Betreuung nach der Geburt wird geboten,
  • medizinische Hilfsmittel und Babypflegeprodukte werden angeschafft,
  • ein Entbindungsraum wird ausgestattet und die Infrastruktur langfristig verbessert,
  • acht Fahrräder für Gesundheitshelferinnen sowie ein motorisiertes Dreiradgefährt für Notfälle werden angekauft.
Für die Betreuung und Begleitung einer Frau während ihrer gesamten Schwangerschaft werden 30 Euro benötigt. Mit einem Mikro in der Höhe von 300 Euro können demnach zehn Frauen Unterstützung erhalten.
01.09.2016