Monsun bedroht Erdbebenopfer in Nepal

Aufgrund des nahenden Monsuns und fehlender Spendengelder stehen Hilfsorganisationen unter Druck.

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Aus Angst vor Nachbeben nächtigen vielen Nepalesen im Freien. © ASBÖ/Arbeiter-Samariter-Bund Österreich
Nepal kommt nicht zur Ruhe. Zweieinhalb Wochen nach dem verheerenden Erdbeben mit mehr als 8.000 Toten erschütterte ein weiteres schweres Beben den Himalaya-Staat. Aufgrund der nahenden Monsunzeit sind die Aufräumarbeiten ein Wettlauf gegen die Zeit.

"Die Menschen haben kein Dach über dem Kopf, Lebensmittelvorräte gehen zur Neige und in wenigen Wochen startet der Monsun", berichtet Angelika Maier vom Arbeiter-Samariter-Bund aus Nepal: "Wir müssen jetzt helfen. Die Nepali sind auf die Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Das neuerliche Nachbeben hat neue Zerstörungen angerichtet und so Hilfsorganisationen vor Ort zurückgeworfen. Wir arbeiten jetzt rund um die Uhr, um den Menschen zu helfen."

Ende Mai beginnt die Regenzeit in Nepal, Hilfsorganisationen stehen unter enormem Zeitdruck. Am dringendsten werden unter anderem Zelte benötigt, um den Millionen obdachlosen Menschen Schutz vor den Regenmassen zu gewähren.

Eine weitere Hürde für die Hilfsorganisationen, stellen die fehlenden finanziellen Mittel dar. Nach Angaben von UNOCHA vom 19. Mai seien bislang erst 17% der benötigten Spenden eingegangen.
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Ein zerstörtes Haus im Sindhupalchok-Distrikt, östlich von Kathmandu. © ASBÖ/Arbeiter-Samariter-Bund-Österreich

Schwerste Katastrophe in der Geschichte Nepals

Das Epizentrum des Nachbebens lag zwischen dem Mount Everest und Kathmandu, 76 Kilometer nordöstlich von Nepals Hauptstadt in der Nähe von Kodari. Die entlegene Gebirgsregion an der Grenze zu Tibet war bereits vom noch stärkeren Hauptbeben am 25. April getroffen worden.

Einige Gebäude, die am 25. April bereits beschädigt wurden, brachte das Erdbeben am 12. Mai um 12:50 Ortszeit zum Einsturz. Das Beben hatte eine Stärke von 7,3, es war das stärkste Nachbeben seit dem verheerenden 7,8-Erdbeben Ende April.

Nach dem Erdbeben wurde auch ein Rettungshubschrauber des US-Militärs vermisst, an Bord waren acht Besatzungsmitglieder, sechs US-Soldaten und zwei nepalesische Soldaten. Am Morgen des 15. Mai wurden die Trümmer des Helikopters entdeckt, die acht Insassen konnten nur noch tot geborgen werden.

Laut Angaben der UNHCR am 19. Mai sind bislang 8.617 Todesopfer durch die beiden Beben zu verzeichnen, 17.838 Personen sind verletzt, Dutzende werden noch vermisst. Es ist somit die schwerste Katastrophe in der Geschichte des Himalaya-Staates.

Österreichische NGOs leisten Nothilfe

Caritas Österreich bietet für Spender zwei Nothilfepakete an: Ein Paket mit Zeltplanen, Decken und Moskitonetzen kostet 39 Euro, ein Lebensmittelpaket mit Reis, Bohnen und Kartoffeln 36 Euro.
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004 (BAWAG-PSK), IBAN: AT03 1200 0006 9628 5519 (Bank Austria). Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt das Nepalesische Rote Kreuz und internationale Rotkreuz-Helfer bei Berge- und Rettungsarbeiten.
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144. Kennwort: "Erdbeben Nepal"

"Ziel ist es jetzt, die Überlebenden möglichst schnell mit Wasser, Nahrung und Medikamenten zu versorgen", schreibt die Diakonie.
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

ADRA verteilt Zelte und Planen und bittet um Geldspenden.
IBAN: AT37 1100 0086 1666 6700

Jugend Eine Welt bittet auch um Spenden. "Mit 450 Euro schenken Sie einer fünfköpfigen Familie ein Essenspaket für einen Monat." Auch mit weniger Geld ist geholfen: "Mit 15 Euro schenken Sie einer fünfköpfigen Familie sauberes Trinkwasser."
IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000, Kennwort: "Nothilfe Nepal"

Das Motto der Volkshilfe: Jetzt helfen.
IBAN: AT77 6000 0000 0174 0400, Kennwort: "Nepal" bzw. Zahlungsreferenz: 4150310

"Dringend um Ihre finanzielle Mithilfe" bittet der Entwicklungshilfeklub. 190 Euro kostet ein Familienzelt in Kathmandu. Projektpartner Oxfam ist vor Ort.
IBAN: AT95 2011 1310 0540 5150, Kennwort "Nepal"

Phase Austria ist auf Nepal spezialisiert. "Zwei der Bezirke, in denen wir Projekte betreiben, gehören zu den am schwersten zerstörten Bezirken Nepals." Die Mitarbeiter in Nepal versuchen das Notwendigste für die Erdbebenopfer zu organisieren.
IBAN: AT08 2011 1287 6388 9200

Die zehn SOS-Kinderdörfer in Nepal blieben vom Erdbeben verschont. Kinder, die ihre Eltern verloren haben, werden vorübergehend aufgenommen, traumatisierte Kinder psychologisch betreut.  
IBAN: AT62 1600 0001 0117 3240, Kennwort: "Nothilfe für Nepal"

"Wir müssen den Menschen rasch helfen. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreich.
IBAN: AT97 1200 0006 5412 2001, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Care plant, 75.000 Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und Latrinen zu versorgen. Über 150 Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation sind bereits vor Ort und aktiv am Hilfseinsatz beteiligt.
IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Unicef ist seit 40 Jahren in Nepal vor Ort. Nach neuesten Schätzungen brauchen 1,7 Millionen Kinder dringend Hilfe.
IBAN: AT46 6000 0000 0151 6500, Kennwort: "Nothilfe Nepal"

Auch die Dreikönigsaktion ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer auf:
IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330, Kennwort: "Erdbebenhilfe Nepal"

Das Hilfswerk unterstützt lokale Partnerorganisationen und plant bereits ein Hilfsprojekt, bei dem Familienbetrieben bei ihrem Neustart unter die Arme gegriffen wird.
IBAN: AT31 3100 0000 0037 0700, Kennwort: "Erdbeben-Hilfe Nepal"

Erste Hilfe für die Überlebenden leistet World Vision.
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800, Kennwort: "Nepal"

Ein Erkundungsteam in das Katastrophengebiet entsenden die Johanniter:
IBAN: AT30 1200 0006 8404 7707, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Die Malteser schicken Medikamente und medizinisches Material ins Katastrophengebiet.
IBAN: AT85 1920 0615 2372 3030, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Um Spenden für seinen Projektpartner vor Ort bittet Familienfasttag.
IBAN: AT86 6000 0000 0125 0000, Kennwort: "Nepal"

Franzhilf unterstützt Erdbebenopfer durch das Partnerhilfswerk, die Missionszentrale der Franziskaner, mit Medikamenten, Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Decken.
IBAN: AT79 1919 0000 0022 4022, Kennwort: "Nepal"

"Dank der großen Unterstützung ist dieser Einsatz bereits finanziert. Wir können daher leider keine zweckgebundenen Spenden für Nepal mehr annehmen", schreiben die Ärzte ohne Grenzen.

Plan bietet Wiederaufbau-Patenschaften, die Soforthilfe als auch langfristige Unterstützung für betroffene Kinder in Nepal ermöglichen. Auch für die allgemeine Nothilfe kann gespendet werden.
IBAN: AT08 3100 0001 5097 8261, Kennwort: "GNO1505 Nepal"
18.05.2015