MIVA

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© Walter Grösel

Das katholische Hilfswerk finanziert Fahrzeuge für Menschen in armen Ländern.

MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche mit dem Ziel, Fahrzeuge für den Einsatz in Mission und Entwicklungszusammenarbeit zu beschaffen. Das Motto lautet: "Mobilität ist teilbar".

Gegründet wurde MIVA 1927 vom "fliegenden Pater" Paul Schulte in Deutschland, nachdem der deutsche Pater Otto Fuhrmann im Norden Namibias an einem tropischen Fieber starb, weil das nächste Krankenhaus Tagesmärsche entfernt war.

Mittlerweile gibt es MIVA-Niederlassungen in zwölf Ländern: In Australien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Südkorea, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, den USA, Polen und eben Österreich. MIVA Österreich wurde auf Betreiben Karl Kumpfmüllers 1949 von der österreichischen Bischofskonferenz gegründet, Kumpfmüller aus Stadl-Paura war erster und langjähriger Direktor. MIVA sitzt bis heute im oberösterreichischen Stadl-Paura, in der Miva-Gasse 3.

Kumpfmüller regte bei der Katholischen Jungschar die Wiederbelebung des Sternsinger-Brauches an. Die MIVA erhielt in den ersten Jahren den gesamten Erlös aus der Dreikönigsaktion, bis heute bekommt MIVA eine namhafte Summe aus der Dreikönigsaktion. 2016 waren es 1,67 Millionen Euro.

ChristophorusAktion

Wichtigste Einnahmequelle heute ist die ChristophorusAktion. Christophorus, der im 3. oder 4. Jahrhundert lebte, Genaues weiß man nicht, ist der Schutzheilige der Autofahrer: "Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Auto", werden Autofahrer bei der ChristophorusAktion von MIVA gebeten.

Der Namenstag des heiligen Christophorus wird am 24. Juli begangen. An jenem Sonntag, der diesem Datum am nächsten ist, dem ChristophorusSonntag, wird in besonders gestalteten Gottesdiensten auf die Anliegen von Mission und Entwicklung hingewiesen. Die Spende kann in speziellen Opferstöcken hinterlassen werden. In vielen Pfarren finden nach dem Sonntagsgottesdienst auch Fahrzeugsegnungen statt. 2015 kamen durch die ChristophorusAktion knapp 1,8 Millionen Euro zusammen.

Mit dem Geld werden Fahrzeug aller Art - 2016 etwa 2.307 Fahrräder, 222 Autos, 110 Motorräder, 138 Maultiere, 3 Traktoren, 3 Boote und 1 landwirtschaftliches Gerät - (mit)finanziert. Die MIVA finanziert immer nur die günstigste Variante von Ankauf und Transport. In vielen Fällen ist es billiger die Fahrzeuge von Europa aus zu liefern als im Einsatzland anzukaufen. Ist dies nicht der Fall wird der MIVA-Beitrag ausbezahlt.

Im Jahresbericht wird über die Verwendung der Spendengelder sehr detailliert informiert, 2015 erfährt man zum Beispiel, dass die Diözese Dori in Burkina Faso einen Toyota um 25.150 Euro erhielt. Im Jahresbericht können Sie auf rund 20 Seiten nachlesen, welche Diözese im Vorjahr weltweit wieviel Geld für welches Fahrzeug bekam.

Die Fahrzeuge helfen Priestern, Missionsschwestern und Laien in den Einsatzländern in Afrika, Asien und Lateinamerika auf oftmals schlechten Straßen zu Dörfern und Außenstellen zu kommen. Sie werden auch für den Kranken- und Materialtransport verwendet.

Spenden an MIVA sind von der Steuer absetzbar, seit 2003 ist die Organisation berechtigt, das Österreichische Spendengütesiegel zu führen.


*Infobox: Die Spendeneinnahmen von 2009 bis 2011 wurden den jeweiligen Spendenberichten des Fundraising Verbandes entnommen.
11.04.2017