menschen.leben

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© Walter Grösel

Der Verein ist in sieben Bundesländern in der Bildungs-, Integrations-, Frauen- sowie Jugendarbeit tätig und betreibt zwanzig Unterkünfte für AsylwerberInnen.

Im Jahr 2006 aus dem Verein SOS Menschenrechte hervorgegangen, ist menschen.leben zu einem wichtigen Akteur in der österreichischen Sozialarbeit geworden, insbesondere in der (teilweise mobilen) Betreuung von AsylwerberInnen. Der Verein versteht sich als Non-Profit-Organisation und ist in den vier Arbeitsfeldern Asyl, Bildung und Integration, Frauen sowie Jugend aktiv (nähere Infos siehe unten). Geschäftsführer ist von Beginn an Klaus Neumann, seit 2014 bilden Barbara Gerhart und er gemeinsam den geschäftsführenden Vorstand.

Mittlerweile betreut menschen.leben langfristige Projekte in ganz Österreich (mit Ausnahme Kärnten und Oberösterreich), bis 2011 war seine Tätigkeit noch auf die niederösterreichischen Bezirke Baden und Hollabrunn beschränkt. In Salzburg, Tirol und Vorarlberg hat der Verein mit Deutschkursen für Asylberechtigte und subsidiär Schutzbedürftige begonnen, ab Sommer kamen die "Action&More" Sprach- und Intensivkurse für Jugendliche im Burgenland hinzu. Im selben Jahr wechselte der Vereinssitz von Bad Vöslau ins nahe Baden bei Wien. Mit 2012 wurde die Arbeit auch im siebten und bislang letzten Bundesland aufgenommen; seither betreibt menschen.leben Wohnunterkünfte für AsylwerberInnen und eine Rückkehrberatungsstelle in Wien.

Alle Einrichtungen und sonstigen Programme des Vereins werden unter dem Vorsatz der Überparteilichkeit und -konfessionalität geführt. Chancengleichheit und Diversität stehen laut eigenen Angaben an oberster Stelle, sowohl in Bezug auf KlientInnen als auch MitarbeiterInnen.

Die vier Tätigkeitsfelder des Vereins

Von Beginn an war menschen.leben in der Asyl-, Frauen- und Jugendarbeit tätig, das später hinzugekommene Standbein "Bildung und Integration" ist heute aus dem Vereinsangebot aber nicht mehr wegzudenken. Das Angebot einiger Einrichtungen und Projekte richtet sich an mehrere KlientInnengruppen, wie beispielweise Bildungsinitiativen für Frauen, Deutschkurse für AsylwerberInnen oder Wohnunterkünfte ausschließlich für weibliche Asylsuchende.
 
  • Asyl: Betreuung und Unterbringung schutzsuchender Frauen und unbegleitender minderjähriger Flüchtlinge. In Wien, Niederösterreich und Salzburg gibt es auch einige kleine Unterkünfte für Erwachsene und Familien. Ebenso ist menschen.leben in der interkulturellen Psychotherapie und Rückkehrberatung aktiv, in Niederösterreich werden private Betreuungspersonen bei der Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterstützt.
     
  • Bildung und Integration: Deutschkurse und Sprachtreffs (auch speziell für Frauen), Lernbetreuung für Kinder und Jugendliche. In Niederösterreich und Vorarlberg gibt es Basisbildungskurse für Menschen "mit grundlegendem Bildungsbedarf", in Herzogenburg führt menschen.leben eine Integrationsservicestelle.
     
  • Frauen: Der Verein führt zwei Wohnhäuser für weibliche Flüchtlinge sowie zwei Wohngemeinschaften für unter 18-jährige asylsuchende Frauen. Neben einem Deutschkursangebot speziell für Frauen gibt es auch das geförderte Bildungsprogramm HIPPY, das 2010 mit dem österreichischen Integrationsstaatspreis ausgezeichnet wurde. Zielgruppen sind Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren wie auch Frauen, die durch das Angebot gestärkt werden sollen.
     
  • jugendarbeit.07: Die Zahl bezieht sich auf die sieben Ortschaften in Niederösterreich, in denen menschen.leben mobile Jugendarbeit betreibt. Die Organisation von Freizeitaktivitäten gehört ebenso zu den Aufgaben wie Beratung und Workshops (z.B.: zu Sexualität, Drogenkonsum, Gewalt und Mobbing). Über die Website www.jugendarbeit.at können sich Interessierte über das Angebot informieren.
Aktuell betreuen 215 MitarbeiterInnen und 58 Ehrenamtliche mehr als 3.200 KlientInnen, über die sieben Jugendzentren in den Bezirken Baden und Hollabrunn können zusätzlich rund 12.700 Personen jährlich erreicht werden. Knapp zwei Drittel der MitarbeiterInnen sind in den Wohnunterkünften für AsylwerberInnen tätig, rund ein Viertel im Bereich Bildung und Integration. Die verbliebenen 13 Prozent arbeiten zu fast gleichen Teilen in den niederösterreichischen Jugendzentren oder aber in der Vereinsverwaltung.

Spenden und Förderungen

menschen.leben ist wie die meisten Non-Profit-Organisationen auf Wohltätigkeit in Form von Geldspenden oder ehrenamtlichem Engagement angewiesen. Aktuell gibt es nur zehn Projekte (allesamt Unterkünfte für AsylwerberInnen) für die explizit um monetäre Spenden gebeten wird. Alle anderen Einrichtungen und Programme werden durch öffentliche Gelder gefördert (Stand September 2016).

Sachspenden werden in allen Unterkünften gerne angenommen, um vorangehende Kontaktaufnahme über spenden@menschen-leben.at wird aber gebeten.
15.09.2016