Mehr Gesundheit für die Dörfer Mosambiks

Das HWA-Projekt hat das Ziel, das Misstrauen zwischen traditioneller Medizin und staatlichem Gesundheitssystem durch Zusammenarbeit abzubauen.

Fast 70% der Bevölkerung Mosambiks lebt in ländlichen Regionen, dabei sind rund 17% der unter fünfjährigen Kinder untergewichtig, nur knapp 9% der ländlichen BewohnerInnen haben Zugang zu sanitären Anlagen und nur knapp ein Drittel hat direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Ein Gesundheitssystem in den abgelegenen Dörfern Mosambiks ist quasi nicht vorhanden, stundenlange bis tagelange Märsche, um das nächstgelegene Gesundheitszentrum zu erreichen sind Normalität für BewohnerInnen abgeschiedener Regionen.

Hilfswerk Austria International (HWA) betreibt seit vielen Jahren ein weitreichendes Gesundheitsprogramm in der Provinz Sofala im Osten Mosambiks. Was im Jahr 2000 mit der Verteilung von Decken und Moskitonetzen nach einer Überschwemmungskatastrophe begann, wuchs zu einem großen Gesundheitsprogramm heran.

Die Projektarbeit konzentriert sich aktuell auf die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen traditioneller Medizin und staatlichem Gesundheitssystem um die gegenseitige Skepsis langfristig abzubauen und die Gesundheit der DorfbewohnerInnen zu steigern.

Bedürftigen Familien der Region wird mittels Mikrokrediten unter die Arme gegriffen, auch landwirtschaftliche Unterstützung wird geboten. Weiters werden Sensibilisierungsmaßnahmen und aufklärende Hygiene-Workshops betrieben, um mittels Wissensverbreitung Malaria und Durchfallerkrankungen vorzubeugen.
06.03.2017